Huawei-Prototyp knackt Rekord bei Ultra-Langstrecken-Übertragung

400G-WDM-Übertragung: 3.000-Kilometer-Marke durchbrochen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Die OFC 2014 Conference, bei der Huawei seinen 400G-WDM-Prototyp vorgestellt hat, fand vom 9. bis 14. März im Moscone Center in San Francisco statt.
Die OFC 2014 Conference, bei der Huawei seinen 400G-WDM-Prototyp vorgestellt hat, fand vom 9. bis 14. März im Moscone Center in San Francisco statt. (Bild: The Moscone Center)

Huawei hat auf der Optical Fiber Communication (OFC) Conference 2014 in San Francisco einen 400G-WDM-Prototyp vorgestellt. Dieser nutzt die Faster-Than-Nyquist-Technologie (FTN), um die 400G-Übertragung auf eine Distanz von über 3.000 Kilometern auszuweiten.

Huawei ist es nach eigenen Angaben gelungen, mit seiner FTN-Technologie die Grenzen des Nyquist-Shannon-Abtasttheorems zu durchbrechen, welches die maximale Frequenz eines Nutzsignals bzw. die maximale Übertragungsrate eines Nutzdatenstroms in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Übertragungsbandbreite definiert.

Durch den Einsatz von Algorithmen für die Komprimierung des Spektrums und den Ausgleich der Signalverzerrung sei es mittels FTN-Technologie in bereits bestehenden Netzwerken möglich, Signale mit hohen Bandbreiten über ultralange Distanzen zu übertragen. Die Funktionsweise sei so ähnlich wie bei der Übertragung einer komprimierten Datei, die im Vergleich zur Übertragung einer Datei in Originalgröße eine geringere Bandbreite beansprucht.

Die Technologie ermöglicht zwei 400G-WDM-Varianten auf Basis eines Kanalrasters von 100 GHz: die Übertragung über kurze Distanzen sowie die auf der OFC 2014 präsentierte Ultra-Langstrecken-Lösung. Die beispielsweise im Backbone einsetzbare Ultra-Langstrecken-Übertragung verwendet 2SC-PDM-QPSK-Modulation und unterstützt Huawei zufolge Distanzen von mehr als 3.000 Kilometern. Die für Metropolitan Area Networks (MAN) geeignete Kurzstreckenlösung verwendet 1SC-PDM-16QAM-Modulation und ermöglicht 400G-Übertragungen über einen einzelnen Träger – Huawei zufolge wurde dies vor Kurzem im Netz des polnischen Telekommunikationsanbieters Exatel getestet.

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