Verizon skizziert Tech-Trends

2017: Digitale Transformation gibt den Rahmen vor

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Für 2017 erwartet Verizon, dass die digitale Transformation das alles beherrschende Thema in den Unternehmen sein wird.
Für 2017 erwartet Verizon, dass die digitale Transformation das alles beherrschende Thema in den Unternehmen sein wird. (Bild: © - Olivier Le Moal – Fotolia.com)

Verizon glaubt, die digitale Transformation werde auch 2017 das Ziel für globale Markenunternehmen und Regierungsorganisationen bleiben. Den Experten zufolge werden Realitätsnähe, Geschwindigkeit der Services sowie Benutzerfreundlichkeit den geschäftlichen IT-Betrieb bestimmen.

Verizon erwartet, dass Kunden im Jahr 2017 ihre operativen Aktivitäten besonders daran ausrichten, die Agilität zu steigern, die Geschwindigkeit ihrer Services zu erhöhen sowie eine außergewöhnliche Nutzererfahrung zu schaffen. Dazu sollten Organisationen alle operativen Bereiche untersuchen und analysieren, wo IT-Budgets am effektivsten eingesetzt werden können. Dennoch müssten sie auch Sicherheit und Compliance im Blick haben und Wege finden, hier die neuesten Technologien bestmöglich zu integrieren. Erfolgreich werden diejenigen Unternehmen sein, so Verizon, die am besten den Herausforderungen der digitalen Transformation gerecht werden. Daher sollten Organisationen genau wissen, welche Anforderungen auf sie zukommen.

Die Verizon-Enterprise-Solutions-Gruppe mit ihrem Fokus auf globale Unternehmen und dem Behördensektor sieht für die digitale IT-Transformation von Unternehmen im Jahr 2017 die folgenden sieben Trends:

1. Es ist an der Zeit, das Netzwerk zu transformieren

SDN wird erwachsen. Organisationen erkennen den Wert einer intelligenten Orchestrierung, mit der Anwendungen oder Workloads bedarfsgerecht (on-demand), elastisch und mit verbrauchsabhängiger Bezahlung (pay-as-you-go) auf Ressourcen zugreifen können. Es geht darum, eine multimodale Erfahrung zu liefern. Dazu werden Netzwerke verwendet, die aus Kundendienstperspektive konzipiert wurden, um Leistungen genau dann zu erbringen, wenn Kunden diese benötigen und in einer Form, wie sie es wünschen.

2. Wer die Nutzererfahrung zur obersten Priorität macht, wird gewinnen

Erst der Gesamteffekt der genutzten Technologien zeigt die gewünschte Wirkung beim Kunden, nicht die einzelnen Schritte in der Technologiekette. Die Idee ist, eine unternehmensweite Erfahrung für den Kunden zu realisieren. Den Verbraucher interessiert nicht, wie dies im Detail geschieht, sondern wie ihn die Technik unterstützt. IT-Organisationen, die wirklich verstehen, wie das Kerngeschäft ihres Unternehmens funktioniert, haben deshalb die besten Voraussetzungen.

3. Gesetzliche Vorgaben erfüllen

Immer neue Datenschutzgesetze verlangen eine Compliance-Unterstützung für global agierende Unternehmen. Es reicht nicht mehr aus, Regularien als Option anzusehen, sondern Compliance als Gesetzesvorgabe zu betrachten. Die Sachkenntnis, dies zu erzielen, steht hoch im Kurs, da die Qualifikationslücke weiter wächst.

4. Sicherheit ist wichtig, nach innen und außen

Sicherheit ist nach wie vor eine zentrale Herausforderung. Der Schwerpunkt liegt nicht mehr nur auf der Sicherung nach außen oder gar einzelner Anwendungen. Wichtig ist auch der Schutz zentraler Informationen gegen einen potenziellen Feind von innen. Hierfür sind Investitionen in Security Analytics und Cyber Intelligence notwendig, um damit die Bedrohung durch Insider zu verringern.

5. Veränderungen von innen vorantreiben und schneller werden

Unternehmen streben danach, die Zeitspanne zwischen Planung und Ergebnis zu reduzieren. Es spielt dabei keine Rolle, wer was tut – der Fokus liegt auf der Beseitigung von Barrieren, die die Geschwindigkeit eines Unternehmens verringern, um auf Veränderungen zu reagieren und Innovationen voranzutreiben. Lieferanten, die sich als Ökosystempartner positionieren und dabei helfen, außerhalb der traditionellen IT-Grenzen den Auftraggeber zu unterstützen, werden erfolgreich am Markt sein.

6. IoT steht für das Internet der Transformation

Der Schwerpunkt beim Internet of Things (IoT) wird nicht auf den „Dingen“ liegen, sondern auf dem Potenzial zur Transformation. Es geht darum, wie IoT die Lieferkette verändert, Prozesse transformiert und Betriebsmodelle revolutioniert. Unternehmen müssen erkennen, was sie durch multidimensionale Datenanalysen erreichen können.

7. Realitätsnahes Denken macht oder zerbricht ein Unternehmen

IT-Ausgaben werden darüber definiert, wie wichtig eine Benutzerfunktion, die Daten oder die Anwendung selbst für eine Organisation sind. Die jeweilige Relevanz wird durch das Unternehmen selbst bestimmt. Die IT wird nicht alle Systeme mit gleicher Relevanz bewerten, denn in der Realität werden Gehaltsabrechnung und Lieferkette höher priorisiert als Personalwesen und Marketing. Wie Unternehmen diese Komponenten klassifizieren, bestimmt die Höhe der Aufmerksamkeit, die die IT-Abteilung auf diese Systeme legen wird. Wenn eine Organisation dies nicht realisiert, wird der Begriff CIO mit „Career is over“ schnell eine neue Bedeutung erhalten.

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