Embedded-OS

15 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

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Schlank für Profis oder freundlich für Einsteiger: Arch Linux und Pidora

Arch Linux mit GNOME 3.2: Die flexible Linuxvariante ist sehr ressourcensparend, erfordert aber mindestens fortgeschrittene Kentnisse.
Arch Linux mit GNOME 3.2: Die flexible Linuxvariante ist sehr ressourcensparend, erfordert aber mindestens fortgeschrittene Kentnisse.
(Bild: Andrea `BaSh` Scarpino)

Arch Linux ist bei vielen Hobbyentwicklern in der Linuxszene als flexibles, ressourcensparendes Betriebssystem beliebt. Zudem bietet das OS den Vorteil, dass es auch in einer für ARM Prozessoren optimierten Distribution vorliegt, was es speziell für den Umgang mit dem Raspberry Pi gut eignet.

Im Laufe der Zeit wurde das Betriebssystem immer mehr auf die Hardware des Einplatinenrechners optimiert: So unterstützt Arch Linux die Pi-Kamera-Schnittstelle und die GPOI-Pins. Diese Linuxvariante lässt sich auch sehr stark auf individuelle Bedürfnisse anpassen, was sie gerade für viele Bastlerprojekte attraktiv macht.

Gerade diese Flexibilität ist aber auch gleichzeitig eine der größten Hürden, denn Arch Linux ist alles andere als einsteigerfreundlich. Eine GUI ist nativ nicht vorhanden, das ressourcenarme OS bootet direkt in die Kommandozeile. Für die Bedienung wird bereits ein umfassendes Linux-Grundwissen vorausgesetzt – anders als Raspbian hält Arch Linux kein benutzerfreundliches Konfigurationsmenü bereit, alles muss von Hand eingerichtet werden.

Wer allerdings bereits mit allen Feinheiten des Systems vertraut ist, für den ist Arch Linux sehr attraktiv: Es lässt sich gezielt nur auf die Funktionen, die auch wirklich für ein Projekt benötigt werden, zurechtstutzen, wodurch mehr Rechenleistung und Speicher für die eigentlichen Anwendungen bleiben.

Das auf Fedora basierende Pidora war zu Beginn des Raspberry Pi Projekts als mögliche Standarddistribution für das Raspberry Pi angedacht, letztlich erhielt aber Raspbian den Vorzug.
Das auf Fedora basierende Pidora war zu Beginn des Raspberry Pi Projekts als mögliche Standarddistribution für das Raspberry Pi angedacht, letztlich erhielt aber Raspbian den Vorzug.
(Bild: Pidora.ca)

Eine weitere, relativ weit verbreitete Alternative ist die Fedora-basierte Linux-Distribution Pidora. Hatte diese Linux-Variante in den ersten Tagen des Raspberry Pi noch mit Performance-Schwierigkeiten auf dem Einplatinenrechner zu kämpfen, ist Pidora seit 2014 auf die ARMv6-Architektur zugeschnitten und lässt sich – mit minimalen Leistungsabstrichen – problemlos für den Einsatz auf dem RasPi konfigurieren. Darüber hinaus bietet das OS Zugriff auf das umfangreiche Angebot an vorgefertigten Fedora-20-Packages. Im Vergleich zu Arch Linux – und, je nach Anwendung, auch zu Raspbian – hat Pidora allerdings immer noch gelegentlich mit Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen. Anfänger oder Linux-Nutzer, die Fedora gegenüber Debian bevorzugen, sollten allerdings gut mit diesem Betriebssystem zurechtkommen.

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