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Embedded-OS 15 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Windows 10 ist die Neuankündigung, das Linux-basierte Raspbian die Standarddistribution. Doch es gibt auf dem Einplatinenrechner noch viele weitere OS-Alternativen. Hier ist für fast jeden Geschmack ein Raspberry-Pi-Betriebssystem dabei - ob ultraschlankes Maker-System, nutzerfreundliches Media Center oder obskure Unix-Fortentwicklung.

Das bekannteste Betriebssystem für das Raspberry Pi: Raspbian, eine auf Debian aufbauende Linux-Variante.
Das bekannteste Betriebssystem für das Raspberry Pi: Raspbian, eine auf Debian aufbauende Linux-Variante.
(Bild: Screenshot)

Zeitnah zur Veröffentlichung des Raspberry Pi 2 Model B sorgte Microsoft für einige Überraschung, als das Unternehmen ankündigte, auch eine Version von Windows 10 für den Einplatinenrechner herausgeben zu wollen. In erster Linie ist der Minicomputer als Linux-System für Einsteiger in die Programmierung und Bastler für IoT-Anwendungen bekannt und populär.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben diesen Beitrag im Juli 2017 komplett überarbeitet und ergänzt. Die aktuelle Fassung finden Sie hier: 40 Betriebssysteme für den Raspberry Pi

Allerdings existieren für den Raspberry Pi zahlreiche unterschiedliche Linux-Varianten, die sich an unterschiedliche Geschmäcker richten. Und auch abseits des weit verbreiteten, freien OS haben sich zahlreiche Entwickler bemüht, auch andere Betriebssysteme auf den Einplatinenrechner zu portieren.

Einstiegsklassiker und Popularitätssieger: Raspbian

Mit Abstand am weitesten verbreitet ist das Debian-basierte Raspbian. Dies hat mehrere Gründe: Zum einen handelt es sich um das Betriebssystem, das offiziell von der Raspberry Pi Foundation unterstützt wird, was es effektiv zur Standarddistribution macht. Zum anderen wurde es von Beginn an auf das direkte Zusammenspiel mit der Raspberry Pi Hardware hin optimiert. Zudem ist Debian eine sehr einsteigerfreundliche Linux-Distribution mit einer fensterbasierten GUI, die es selbst Einsteigern leicht macht, sich an den Umgang mit der kleinen Platine schnell zu gewöhnen.

Dieses Zusammenspiel sorgt für eine große öffentliche Aufmerksamkeit und eine aktive Community, die die Distributionen pflegt und kontinuierlich weiterentwickelt. Zudem existiert für dieses Betriebssystem bereits von Anbeginn an eine große Anzahl an Bildungs- und Lerntools für Programmierung oder Entwicklung, die sich sowohl an Anfänger als auch an fortgeschrittene Nutzer richten. All dies hat Raspbian fest als das Standard-Betriebssystem für Raspberry-Pi-Anwendungen etabliert.

Das Raspberry Pi 2 ist stark genug, auch die aktuelle Distribution von Ubuntu als Betriebssystem zu verwenden.
Das Raspberry Pi 2 ist stark genug, auch die aktuelle Distribution von Ubuntu als Betriebssystem zu verwenden.
(Bild: Screenshot/Ubuntu Mate)

In Laufe der Zeit haben sich einige Entwickler daran gemacht, auch andere Debian-basierte Linux-OS-Varianten auf das Raspberry Pi zu portieren. Eine der jüngsten, aber vielversprechendsten Distributionen ist hier Ubuntu Mate, eine Umsetzung des wohl am weitesten verbreiteten Linux-Betriebssystems. Dank des leistungsstärkeren Raspberry Pi 2 ist es jetzt relativ einfach möglich, die aktuellsten Builds von Ubuntu auf den Einplatinenrechner zu übertragen. Nutzer, die ein einheitliches OS für alle ihre Computeranwendungen bevorzugen, dürfte diese Debian-Variante auf Ihrem Raspberry Pi sehr zusagen.

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