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Mehr Leistung durch Virtualisierung

12 VMware Best Practices

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Damit virtuelle Umgebunden optimal laufen, ist es notwendig, an den richtigen Stellen die richtigen Parameter zu setzen.
Damit virtuelle Umgebunden optimal laufen, ist es notwendig, an den richtigen Stellen die richtigen Parameter zu setzen.
(Bild: Joos)

7. Optimale SCSI-Adapter wählen

Im Rahmen der Erstellung einer neuen VM, kann auch der gewünschte SCSI-Adapter festgelegt werden, an dem die virtuellen Festplatten betrieben werden. Für ältere Gastbetriebssysteme ist vor allem BusLogic geeignet. Die LSI-Adapter bieten eine bessere Leistung für aktuelle Betriebssysteme. Hier stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Die SAS-Option (Serial Attached Storage) steht ab Hardware-Version 7 zur Verfügung. Dieser Adapter wird vor allem eingesetzt, wenn aktuelle Windows-Server ab Windows Server 2008 R2 virtualisiert werden. Administratoren haben später auch die Möglichkeit, die passenden Treiber direkt auf der Webseite von LSI Logic herunterzuladen. Paravirtuelle Adapter bieten einen deutlich höheren Durchsatz. Diese Adapter werden vor allem dann eingesetzt, wenn ein schnelles Speichersystem, zum Beispiel ein SAN eingesetzt wird. Solche Adapter sollten jedoch lediglich als Zusatzadapter, speziell für den Zugriff auf das schnelle Speichersystem genutzt werden.

8. Festplattenformate korrekt setzen

Beim Erstellen einer neuen virtuellen Festplatte besteht die Möglichkeit die Festplattenbereitstellung zu konfigurieren. Hier stehen die drei Optionen „Thick-Provision Lazy-Zeroed“, „Thick-Provision Eager-Zeroed“ und „Thin Provision“ zur Verfügung.

Wird die Option „Thin Provision“ ausgewählt, wird der virtuellen Festplatte nur so viel Platz zur Verfügung gestellt, wie sie aktuell braucht. Benötigt die virtuelle Festplatte mehr Speicher, wird dieser nach und nach bereitgestellt. Darunter leidet natürlich die Leistung der VM.

Das Format „Thick-Provision Lazy-Zeroed“ ist das Standardformat für neue virtuelle Festplatten. Durch diese Auswahl werden die Dateien der virtuellen Festplatte automatisch auf die Größe gesetzt, die der Größe der virtuellen Festplatte entspricht. Das heißt, die Größe der virtuellen Festplatte muss nicht mit wachsen, was deutlich bessere Leistung mit sich bringt.

Die dritte Option „Thick-Provision Eager-Zeroed“ wird vor allem dann ausgewählt, wenn die VM gespiegelt werden soll (Fault Tolerance, FT). Bei dieser Option werden die reservierten Bereiche der Festplatte automatisch mit Nullen gefüllt. Daher dauert auch die Erstellung dieser virtuellen Festplatte länger, als bei den beiden anderen Versionen. Diese Art der virtuellen Festplatte, wird zum Beispiel auch für einen virtuellen Windows-Cluster benötigt.

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9. Reihenfolge bei der Aktualisierung beachten

Soll eine komplette Umgebung zu vSphere 6 aktualisiert werden, sollten Administratoren zunächst den vSphere Client, mit dem sie die Umgebung verwalten, aktualisieren. Danach sollten die vCenter-Server aktualisiert werden, und erst danach die einzelnen Hosts. Mit dem neuen vSphere-Client können auch ältere vSphere-Umgebungen verwaltet werden.

Vor der Aktualisierung sollte darauf geachtet werden, dass die Hardware der einzelnen Server kompatibel mit der neuen Version sind. Außerdem müssen nach der Aktualisierung unter Umständen die Lizenznummern neu eingetragen werden. Eine direkte Aktualisierung ist nur von vSphere 5 zu vSphere 6 möglich. Wenn der vCenter-Server aktualisiert wurde, sollten auch darauf geachtet werden andere Komponenten zu aktualisieren, bevor die Hosts aktualisiert werden.

10. Virtuelle Server aktualisieren

Wenn Unternehmen ihre Hosts zu vSphere 6.0 aktualisiert haben, kann es sinnvoll sein, die Hardwareversion der virtuellen Server auf die neue Version 11 setzen. Bevor virtuelle Server zur Hardware Version 11 aktualisiert werden, müssen jedoch die VMware-Tools auf den virtuellen Servern aktualisiert sein.

11. Der Einsatz von Snapshots

Snapshots lassen sich nie gruppieren. Wird ein Snapshot wiederhergestellt, werden immer alle Daten der VM wiederhergestellt, die im Snapshot erfasst sind. Wollen Administratoren verschiedene Status einer VM sichern, müssen sie verschiedene Snapshots erstellen (siehe Abbildung 5). Ein Snapshot sichert aber nicht nur die virtuellen Festplatten, sondern auch die Konfigurationsdatei der VM.

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Wird ein Snapshot für einen Datenbankserver oder einen Active-Directory-Domänencontroller erstellt, ist im Snapshot auch der Zustand der Datenbank und des Active Directory erfasst. Wird ein solcher Snapshot wiederhergestellt, kann es zu Problemen mit der Datenbank oder der Datenbank für Active Directory kommen. Besonders problematisch wird es dann, wenn sich die Datenbankserver oder virtuellen Domänencontroller mit anderen Domänenkontrollen replizieren und veraltete Daten aus dem Snapshot auf diese Server synchronisieren. Es kann daher notwendig sein, dass solche virtuellen Server zuerst vom Netzwerk getrennt werden, und erst danach der Snapshot wiederhergestellt wird.

12. ESXi-Hosts aktuell halten

VMware veröffentlicht regelmäßig Updates für vSphere. Diese Updates lassen sich entweder über den Update-Manager installieren oder manuell auf den einzelnen Hosts einspielen. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn kein vCenter im Einsatz ist. Sinnvoll ist die manuelle Aktualisierung von vSphere-Hosts vor allem auch dann, wenn nur eine überschaubare Anzahl an Hosts im Einsatz ist oder nur einzelne Server in einer Testumgebung aktualisiert werden sollen.

Sobald VMware Aktualisierungen für vSphere zur Verfügung stellt, sind diese im Download-Portal von VMware zu finden. Zur Aktualisierung kann zum Beispiel Putty verwendet mit dem Befehl

esxcli software vib update -d /vmfs/volumes/<Name des Datenspeichers>/<Name der Zip-Datei>

verwendet werden.

(ID:44026215)

Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist