SCC demonstriert, wie Rechner Bandbreite in Echtzeit nutzen

100G-Link zwischen Karlsruhe und Denver

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Der DFN-Verein verbindet das KIT mit dem ANA-100G.
Der DFN-Verein verbindet das KIT mit dem ANA-100G. (Bild: GÉANT)

Das transatlantische 100G-Forschungsnetz ANA-100G verbindet jetzt auch Denver mit Karlsruhe: Das Steinbuch Centre for Computing (SCC) des KIT hat über die Strecke erfolgreich LHC-Experimentdaten geschickt.

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wollen die erste 100G-Verbindung für die deutsche Wissenschaft installiert haben. Demonstriert wurde die Technik vom Steinbuch Centre for Computing (SCC) des KIT auf der internationalen Supercomputing-Konferenz SC13 in Denver.

Während der Demo wurden Experimentdaten des Large Hadron Colliders (LHC) übermittelt. Dabei reisten die Informationen über eine vom DFN-Verein (Deutsches Forschungsnetz) gestellte 100G-Strecke zwischen Karlsruhe und Amsterdam. Die Vermittlung nach Amerika erfolgte über das Advanced North Atlantic 100G Pilot Project (ANA-100G). Beim Showcase zeigte das SCC überdies, dass derzeit verfügbare Rechnersysteme die Bandbreite von 100 Gigabit pro Sekunde auch tatsächlich füllen und Daten in Echtzeit verarbeiten können.

Prof. Dr. Bernhard Neumair, Geschäftsführender Direktor des SCC erläutert: "Wie in einem Konzert haben wir die verschiedenen Instrumente nun zusammengefügt, um erstmals diese Rekordgeschwindigkeit von Endanwender zu Endanwender für die deutsche Wissenschaft nutzen zu können". Entscheidend gewesen sei dabei, das Zusammenspiel aus Anwendersoftware und durchleitenden Stationen zu regeln und zu optimieren.

Neben Experimenten am LHC soll die jetzt gezeigte Verbindung auch weitere datenintensive und internationale Projekte voranbringen. Als weiteres Beispiel hierfür nennt das KIT den Fusionsreaktor ITER in Frankreich.

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