Patches und Verbesserungen automatisiert installieren

Windows 10 Updates über WSUS steuern

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Windows-10-Updates lassen sich über WSUS auf Basis von Windows Server 2016 oder Server 2012 R2 steuern.
Windows-10-Updates lassen sich über WSUS auf Basis von Windows Server 2016 oder Server 2012 R2 steuern. (Bild: Microsoft)

Binden Administratoren Windows-10-Rechner an WSUS an, sind für die Bereitstellung bestimmter Updates noch verschiedene Konfigurationen am WSUS-Server und an den Arbeitsstationen notwendig. Nur dann lassen sich Windows 10-Updates per WSUS im Netzwerk verteilen.

Windows 10 lässt sich an WSUS auf Basis von Windows Server 2016 anbinden, aber auch an die ältere Version in Windows Server 2012 R2. In diesem Fall ist es aber notwendig, dass auf dem WSUS-Server Anpassungen vorgenommen werden. Zunächst muss auf dem Server das Update „Windows RT 8.1, Windows 8.1, and Windows Server 2012 R2 update: April 2014“ installiert werden. Darüber hinaus sollten auf dem WSUS-Server alle Updates installiert werden, die in Windows-Update zur Verfügung stehen. Generell ist es auch sinnvoll auf WSUS-Servern mit Windows Server 2016 alle aktuellen Updates zu installieren.

WSUS für Windows 10-Updates vorbereiten

Um Windows 10-Updates zu verteilen sind Einstellungen in der WSUS-Konsole notwendig. Über „Optionen\Produkte und Klassifizierungen“ stehen auf der Registerkarte „Produkte“ verschiedene Optionen für Windows 10 zur Verfügung (siehe Abbildung 1). Auf der Registerkarte „Klassifizierungen“ sind ebenfalls einige Optionen notwendig, um größere Updates zu installieren, vor allem die Option „Upgrades“ (siehe Abbildung 2).

Updates überprüfen und freigeben

Nach einer erfolgreichen Synchronisierung sollten auf dem WSUS-Server alle Updates zur Verfügung stehen. Über den Bereich „Updates\Alle Updates“ in der WSUS-Konsole ist der Menüpunkt „Suchen“ zu finden. Mit dem Suchtext „Windows 10“ lassen sich alle Updates nach den Updates für Windows 10 filtern (siehe Abbildung 3). Größere Aktualisierungen, wie Windows 10 Version 1511 oder Windows 10 Version 1607 lassen sich mit dem Suchbegriff „Funktionsupdate“ anzeigen. Die Updates lassen sich im Suchfenster genauso freigeben, wie im herkömmlichen Fenster zur Steuerung der Windows-Updates.

Über das Kontextmenü von „Updates“ steht noch der Befehl „Statusbericht“ zur Verfügung. Durch Auswahl dieser Option zeigt die Konsole den Link zu den genauen Informationen zum jeweiligen Update an, für welche Computergruppen das Update freigegeben wurde und auf welchen Rechnern im Netzwerk das Update bereits installiert ist (siehe Abbildung 4). Über den Bericht und den Link zum Freigeben von Updates können noch nicht genehmigte Updates für weitere Computergruppen freigeschaltet werden (siehe Abbildung 5).

Eigene Ansicht für Windows 10-Updates in der Konsole konfigurieren

Windows 10 verhält sich bezüglich Updates besonders empfindlich und erfordert eine besondere Konfiguration. Es kann daher sinnvoll sein, für Windows 10 eine eigene Ansicht für Updates zu konfigurieren. Dazu wird in der WSUS-Konsole auf der rechten Seite auf „Neue Updateansicht“ geklickt. Im Assistenten kann jetzt festgelegt werden für welche Produkte die Updates angezeigt werden sollen. Außerdem muss ein Name eingegeben werden (siehe Abbildung 6).

Nach der Erstellung der Update-Ansicht zeigt die WSUS-Konsole alle Updates für Windows 10 an (siehe Abbildung 7). Unter Umständen ist es noch notwendig, das Dropdownmenü „Status“ auf „Alle“ zu setzen. Im Feld stehen aber noch weitere Filtermöglichkeiten zur Verfügung (siehe Abbildung 8).

Vor allem die Updates, die im Menüpunkt „Wichtige Updates“ zu sehen sind, sollten auf Rechnern mit Windows 10 und Servern mit Windows Server 2016 installiert werden. Das gilt natürlich auch für die Updates, im Bereich „Sicherheitsupdates“ (siehe Abbildung 9).

Richtlinien beachten

Standardmäßig lädt Windows 10 seine Updates aber nicht nur vom WSUS-Server, sondern auch von anderen Windows 10-Rechnern im Netzwerk. Diese Konfiguration ist in der Einstellungs-App von Windows 10 über „Update“ und „Sicherheit\Erweiterte Optionen\Übermittlungen von Updates auswählen“ zu sehen (siehe Abbildung 10).

Diese Einstellungen sind aber auch über Gruppenrichtlinien steuerbar. Die Einstellungen dazu sind bei „Computerkonfiguration\Administrative Vorlagen\Windows Komponenten\Übermittlungsoptimierung\Downloadmodus“ zu sehen. Diese Option steht aber nur dann zur Verfügung, wenn auf den Domänencontrollern die ADMX-Dateien für Windows 10 Version 1607 integriert wurden, das gilt auch für Windows Server 2016. Die Option sollte deaktiviert werden, um sicherzustellen, dass die Updates auch von WSUS gezogen werden. Teilweise funktioniert das auch mit folgendem Befehl:

REG ADD "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\DeliveryOptimization" /v DODownloadMode /t REG_DWORD /d 100 /f

Weitere Verbesserungen in Windows 10 Creators Update

Microsoft entwickelt Windows 10 ständig weiter. Mit dem Windows 10 Creators Update (Redstone 2) stellt Microsoft auch Verbesserungen in der Steuerung von Updates zur Verfügung. In den erweiterten Optionen lassen sich Updates bis zu einem bestimmten Zeitpunkt pausieren. Das funktioniert jetzt auch in der Windows-Oberfläche, auch in Windows 10 Pro, und auch wenn der Rechner an WSUS angebunden ist. Das Ganze lässt sich ebenfalls in den Gruppenrichtlinien von Windows 10 steuern (siehe Abbildung 11). Außerdem zeigt Windows 10 Creators Update in der Updatesteuerung übersichtlich den Status eines Rechners an, und ob dieser mit den neusten Updates versorgt ist (siehe Abbildung 12).

Auch der Nachfolger von Windows 10 Version 1607 lässt sich über WSUS bereitstellen, sobald das Feature öffentlich in den Updatekatalog integriert wird. Die Vorgehensweise wird dann ähnlich sein, wie die Aktualisierung zu Windows 10 Version 1607.

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