Studie: Weitverkehrsverbindungen limitieren Datensicherungsstrategien

WAN-Performance beeinträchtigt Off-Site-Datenreplizierung

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Rund drei Viertel der Unternehmen wünschen Datenbeschleunigungslösungen, die sich ohne Änderungen am Netzwerk einfach konfigurieren und verwalten lassen.
Rund drei Viertel der Unternehmen wünschen Datenbeschleunigungslösungen, die sich ohne Änderungen am Netzwerk einfach konfigurieren und verwalten lassen. (Bild: Silver Peak Systems)

Laut einer im Auftrag von Silver Peak Systems durchgeführten Studie wollen 72 Prozent der Unternehmen und Organisationen das Replizieren unternehmenskritischer Daten an mehreren Standorten forcieren. Oft bremsen vorhandene Weitverkehrsverbindungen dieses Vorhaben aus.

Unternehmen wollen sich mithilfe von Off-Site Replication gegen Datenverluste schützen, etwa durch Naturkatastrophen oder Unglücksfälle. Laut der Studie WAN Acceleration Fast-Tracks Data Protection and Disaster Recovery, die von der US-amerikanischen Marktforschungsgesellschaft Forrester Research durchgeführt wurde, ist die explosionsartige Zunahme der Informationsbestände in Unternehmen der Grund für den Ausbau der Off-Site-Datenreplizierung. Sie sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen: die Ausweitung der Geschäftstätigkeit (43 Prozent), das verstärkte Sammeln und Auswerten von Daten, beispielsweise im Rahmen von Big-Data-Projekten (37 Prozent), sowie gestiegene Compliance-Anforderungen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmen sind der Auffassung, dass die Performance der von ihnen genutzten Weitverkehrsverbindungen (WAN) ein limitierender Faktor für ihre Datensicherungsstrategie ist, vor allem im Bereich Datenreplizierung.

Angesichts wachsender Datenmengen und immer größerer Entfernungen zwischen den Replizierungsstandorten fällt es Unternehmen und Organisationen immer schwerer, eine effiziente und zuverlässige Disaster-Recovery-Planung (DR) umzusetzen, so Forrester Research. Demnach würden sich in 65 Prozent der Unternehmen die Datenbestände mittlerweile auf mehr als 100 Terabyte belaufen, bei 39 Prozent wären es sogar über ein Petabyte. Vor diesem Hintergrund gebe es zu bedenken, dass nach Einschätzung von 54 Prozent der befragten Unternehmen das Spiegeln von Daten zu lange dauert. An die 44 Prozent gaben an, dass sie deshalb die angestrebten Recovery Time Objectives (RTO) und Recovery Point Objectives (RPO) nicht einhalten können. Das heißt, das Wiederherstellen von verloren gegangenen Daten dauere zu lange (RTO) bzw. der Zeitraum zwischen zwei Datensicherungsläufen sei so groß, dass bei einem Systemausfall wertvolle Daten verloren gehen und dem Unternehmen dadurch ein erheblicher Schaden entstehen könne (RPO).

Notgedrungener Verzicht auf Datenreplizierung

Diese Schwierigkeiten sind der Studie zufolge der Grund dafür, dass fast ein Drittel der befragten Unternehmen (34 Prozent) ganz auf das Replizieren der Daten verzichtet und 53 Prozent dem Ausbau ihrer Disaster-Recovery-Strategie in den kommenden zwölf Monaten hohe oder sehr hohe Priorität einräumen.

Unternehmen nutzen Datenbeschleunigungslösungen in erster Linie dazu, um die Off-Site-Datenreplizierung über Weitverkehrsverbindungen zu ergänzen und zu beschleunigen. Aus der Studie von Forrester Research geht allerdings hervor, dass bei der Auswahl und Implementierung einer solchen Lösung weitere Faktoren zu berücksichtigen sind. So gaben 76 Prozent der Befragten an, dass Produkte für die Off-Site-Replizierung ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweisen sollten und sich auf einfache Weise konfigurieren und verwalten lassen müssten. Für 72 Prozent der Unternehmen sei es wichtig bzw. sehr wichtig, dass die Implementierung einer Data-Acceleration-Lösung keine Änderungen am bestehenden Netzwerk erfordern dürfe.

Virtual WAN Acceleration

Ein probater Ansatz sind laut der Studie softwarebasierende Produkte. Mittels Virtualisierung sei es möglich, Lösungen für die Beschleunigung von Datenreplizierung in Form von Virtual Machines zu implementieren. „Dank Virtualisierung und den damit verbundenen einfacheren Implementierungsformen werden neuartige virtualisierte WAN-Beschleunigungslösungen bezahlbar, lassen sich einfacher installieren und können problemlos in vorhandene virtualisierte IT- und Storage-Umgebungen eingebunden werden“, so die Forrester-Studie. Ein weiterer Vorteil sei, dass solche Virtual-WAN-Acceleration-Produkte „out of the box“ eine große Palette von Replizierungstechnologien unterschiedlicher Anbieter unterstützten. „Preisgünstige WAN-Beschleunigungslösungen, die sich als Virtual Machines herunterladen lassen, geben dem IT-Administrator die Möglichkeit, größere Datenmengen schneller und zuverlässiger über größere Entfernungen zu replizieren, und das bei überschaubaren Kosten“, resümiert Forrester Research.

„Die Studie von Forrester Research belegt, dass softwaregestützte Datenbeschleunigungslösungen ein praktikabler und bewährter Ansatz sind, um die Performanceprobleme beim Replizieren großer Datenbestände über große Entfernungen in den Griff zu bekommen“, erläutert Rick Tinsley, Präsident und Chief Executive Officer von Silver Peak Systems. „Mit Silver Peaks Velocity-Lösung für das Beschleunigen von Data-Replication-Prozessen können Unternehmen und Organisationen, die eine Off-Site-Replizierung benötigen, auf einfache Weise die angestrebten RPOs erreichen, die Kosten für Disaster-Recovery-Maßnahmen senken und zudem die Entfernungen zwischen den Replizierungsstandorten erhöhen.“

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