Im IP-Insider-Test: LANDesk Management Suite 9.5 SP 1

Verwaltungs-Suite für heterogene Netzwerke auf dem Prüfstand

| Autor / Redakteur: Dr. Götz Güttich / Andreas Donner

Ob die LANDesk Management Suite 9.5 Service Pack überzeugen kann, zeigt der Test von IP-Insider
Ob die LANDesk Management Suite 9.5 Service Pack überzeugen kann, zeigt der Test von IP-Insider (Bild: IAIT/Güttich)

Die LANDesk Management Suite für heterogene Netzwerke ermöglicht es Administratoren, Geräte im Netzwerk zu erkennen und zu inventarisieren, Software zu verteilen, die Soft- und Hardwarenutzung im Unternehmen zu überwachen und IT-Prozesse zu automatisieren. IP-Insider hat sich das Werkzeug und dessen neue Funktionen genau angesehen.

Mit der LANDesk Management Suite 9.5 Service Pack 1 erhalten Administratoren alle Werkzeuge an die Hand, die sie benötigen, um ihr heterogenes Netzwerk von einer zentralen Stelle aus zu verwalten. Das Werkzeug ist nicht nur dazu in der Lage, Windows Clients und Server zu installieren, zu patchen und zu inventarisieren, sondern unterstützt auch andere Betriebssysteme wie Linux und MacOS. Darüber hinaus bringt die Lösung eine vollständige Lizenzverwaltung mit und verschafft den zuständigen Mitarbeitern einen umfassenden Überblick über die Compliance im Netz und die anfallenden Kosten.

Zusätzlich verfügt sie über Funktionalitäten zum Power Management, zur Virtualisierung von Anwendungen, zum Policy Enforcement und zum Hardware-unabhängigen Imaging. Abgesehen von den bereits genannten Betriebssystemen arbeitet die Management Suite auch mit den Unix-Varianten AIX, HP-UX und Solaris zusammen.

Der Test

Im Test spielten wir die LANDesk Management Suite 9.5 Service Pack 1 auf einem Testrechner unter Windows Server 2008 R2 ein. Nach dem Abschluss der Installation führten wir zunächst eine Geräteerkennung in unserem heterogenen Netzwerk durch und installierten den Agenten der Management Suite auf diversen Rechnern unter Windows 7, Windows 8, Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2012. Dazu kamen auch noch Computer unter Centos 6 und MacOS X. Später banden wir zudem ESXi-Hypervisoren von Vmware in unsere Umgebung ein. Sobald die Lösung fertig eingerichtet war, nahmen wir das Patch-Management, die Lizenzverwaltung, die Inventory-Funktionen (auch mit den in unserem Netz vorhandenen ESXi-Hypervisoren) und die Softwareverteilung unter die Lupe.

Im zweiten Teil des Tests gingen wir im Detail auf die neuen Features von Service Pack 1 ein. Dazu gehörten der erweiterte Support für Linux und MacOS und die Windows 8-Unterstützung.

Die LANDesk Management Suite im Betrieb

Nach der Installation untersuchten wir zunächst den Leistungsumfang der Inventory-Funktion. Die Software führt nach dem Einspielen des Agenten automatisch auf den neu in die Verwaltung aufgenommenen Geräten einen Inventurlauf durch. Deswegen reicht es zum Ansehen der Inventurliste vollkommen, mit der rechten Maustaste auf einen Client-Eintrag zu klicken und den Befehl "Inventar…" aufzurufen. Daraufhin präsentiert die Management-Suite eine umfangreiche Übersicht über das jeweilige System, die Informationen über das Betriebssystem, die Hardware, die Updates, Treiber und Dienste, benutzerdefinierte Daten, Benutzerkonten, die Netzwerkkonfiguration, die vorhandene Software und vieles mehr umfasst. Die Inventarisierung funktionierte bei uns im Test nicht nur auf Windows-Systemen ohne Probleme, sondern auch auf Rechnern unter Centos und MacOS. Bei den ESXi-Hypervisoren von Vmware informiert die Management Suite die Anwender nicht nur über die Hardware und das Betriebssystem, sondern auch über die auf dem Hypervisor vorhandenen virtuellen Maschinen.

Ähnlich einfach wie die Inventarisierung lässt sich auch die Remote-Steuerung nutzen. Nach einem Rechtsklick auf den Eintrag des betroffenen Systems findet sich in der Befehlsliste ein Menü namens "Remotesteuerung". Hier können die zuständigen Mitarbeiter die Clients neu starten, remote Programme ausführen, einen Chat initiieren, Dateien zwischen ihrem Rechner und dem Client übertragen und den Client fernsteuern. Das funktionierte im Test ebenfalls auf Anhieb. Bei Linux-Clients steht eine Fernwartungsfunktion via SSH zur Verfügung.

Die Softwareverteilung

Möchten die zuständigen Anwender die LANDesk Management Suite nutzen, um Software auf die Clients in ihrem Netz auszubringen oder zu löschen, so müssen sie zunächst einmal ein Softwareverteilungspaket erstellen. Für unseren Test entschlossen wir uns, den Browser "Chrome" auf den von uns verwalteten Windows-Systemen einzuspielen. Außer Windows unterstützt die Softwareverteilung auch Linux und MacOS X.

Wir besorgten uns zunächst von Google die MSI-Installationsdatei für Chrome. Danach wechselten wir im unteren Teil des Arbeitsbereichs auf den Reiter "Verteilungspakete" und wählten unter "Neues Paket" die Option "MSI-Paket" aus. Danach öffnete sich ein Fenster, in dem die zuständigen Mitarbeiter alle Angaben machen können, die zum Erstellen des Pakets erforderlich sind. Dazu gehören zunächst einmal die betroffene Installationsdatei (diese muss über einen Dateifreigabe- oder Webpfad erreichbar sein) und die Installations- beziehungsweise Deinstallationsoptionen, wie zum Beispiel die Aktivierung des "stillen Modus".

Sobald das Paket existiert, kann es daran gehen, einen Verteilungstask anzulegen. Dazu wechseln die Administratoren zu "Geplante Tasks" und rufen den Assistenten zum Planen von Aufgaben auf. Dieser fragt nach den zu verwendenden Paketen, der Verteilungsmethode (Push, Richtlinie, Multicast, etc.), den Zielgeräten, dem Installationszeitpunkt und so weiter. Sobald wir den Task gestartet hatten, spielte die Management Suite die Software auf den ausgewählten Zielsystemen ein.

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