Bauer Gruppe setzt beim Infrastruktur-Monitoring auf PRTG

Unified-Monitoring: kleines Team mit großem Überblick

| Autor / Redakteur: Andreas Jung / Andreas Donner

Bei der Bauer Gruppe ist mman sich sicher, dass die Lösung PRTG mit ihrem Unified-Monitoring-Ansatz in jeder Hinsicht die richtige ist.
Bei der Bauer Gruppe ist mman sich sicher, dass die Lösung PRTG mit ihrem Unified-Monitoring-Ansatz in jeder Hinsicht die richtige ist. (Bild: Paessler)

Die Bauer Gruppe verfügt als internationales Bau- und Maschinenbauunternehmen über zahlreiche Niederlassungen weltweit. Ein kleines Team überwacht zentral im bayerischen Schrobenhausen sämtliche Zweigstellen mitsamt ihren IT- und Non-IT-Komponenten. Diese technische Herausforderung meistert die Bauer Gruppe seit Kurzem mit Hilfe der IT-Monitoring-Software PRTG Network Monitor von Paessler.

Die Geschäftsfelder der Bauer Gruppe sind aufgeteilt in Bau, Maschinen und Ressourcen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Schrobenhausen (Bayern) ist Anbieter von Produkten und Serviceleistungen für anspruchsvolle Spezialtiefbauarbeiten sowie daran angrenzende Anwendungsfelder.

Um unmittelbar auf die Anforderungen ihrer Kunden reagieren zu können, verfügt die Bauer Gruppe über ein großes Netzwerk weltweit verteilter Niederlassungen. Jede Zweigstelle besitzt eine Vielzahl an IT-Systemen und entsprechenden -Geräten. Deren zuverlässiger Betrieb ist die Basis aller Prozesse des Bauunternehmens. Daher ist es für die Bauer Gruppe unerlässlich, sowohl die Funktion der IT- als auch der Non-IT-Komponenten pausenlos zu überwachen.

Die Mitarbeiter in Schrobenhausen nutzten dazu eine Monitoring-Lösung, die zwar einen akzeptablen Überblick bot, in puncto Handhabung und Pflegeaufwand aber unverhältnismäßig hohe Anforderungen stellte. Zudem mussten einzelne IT-Bereiche immer noch manuell überwacht werden, was mit viel zusätzlichem Aufwand verbunden war.

Bessere Handhabung erwünscht

Daher sollte eine neue Monitoring-Software eingeführt werden, die das IT-Team stärker entlastet. Die Helpdesk-Mitarbeiter definierten hierfür ein klares Anforderungsprofil. Unter anderem sollte die neue Lösung übersichtlich und einfach zu bedienen sein, möglichst ohne vorherige Schulungen. Auch wünschte man sich einen größeren Funktionsumfang, um die manuelle Überwachung auf ein Minimum einzuschränken. Das Team bat außerdem darum, die weit verteilte, teilweise virtualisierte Infrastruktur der Bauer Gruppe auf einen Blick und verständlich abgebildet zu sehen.

„Im Rahmen der Evaluierung entsprach nur eine Software unseren harten Auswahlkriterien: PRTG Network Monitor von der Paessler AG aus Nürnberg“, erklärt Tobias Gebauer, Systemadministrator der Bauer Gruppe. „Bereits bei der ersten Anwendung von PRTG begeisterte uns die intuitive Bedienbarkeit der Lösung. Unsere Mitarbeiter fanden sich auf Anhieb mit dem übersichtlichen Interface der Software zurecht, sodass wir uns sehr schnell für PRTG entscheiden konnten.“

Alles ist messbar

Das IT-Team der Bauer Gruppe implementierte einen PRTG Server, der die IT- und Non-IT-Komponenten im eigenen Rechenzentrum sowie in den rund 60 betreuten Niederlassungen auf der ganzen Welt überwacht. Für das Monitoring nutzt die Software so genannte „Sensoren“. Das sind vordefinierte Messpunkte, die jeweils einen oder auch mehrere Parameter einer Infrastrukturkomponente überwachen können.

Die erhaltenen Informationen zum Status von Systemen, Geräten oder Anwendungen senden die Sensoren in Echtzeit an den Server der Monitoring-Software, der sich im Helpdesk in Schrobenhausen befindet. Dort werden alle Monitoring-Daten übersichtlich auf der PRTG-Web-Oberfläche dargestellt.

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Über die Bauer Gruppe

Für die Überwachung des weltweiten Netzwerks setzt die Bauer Gruppe eine ganze Reihe vordefinierter PRTG-Abfragen bzw. Sensoren ein. Unter anderem AD-Replication-, DNS-, EventLog-, Exchange-, FileContent-, FTP-, http-, http-Advanced-, Ping-, SNMP- sowie VMware-Sensoren für die virtualisierten Infrastrukturbereiche ein. So überwacht PRTG bei mehr als 100 VMware Hosts kontinuierlich den Hardware-Status und die allgemeine Performance.

Insgesamt monitort die Software rund 1.000 virtuelle Maschinen und bildet Informationen zu deren Erreichbarkeit, CPU-Last, Speicherauslastung, diversen Diensten und SSL-Zertifikaten ab. Dazu kommen spezielle Sensoren, die ein Auge auf die Security-Tools der Bauer-Infrastruktur haben. Sie überwachen beispielsweise die Firewalls auf ihre Erreichbarkeit sowie den Durchsatz auf ihren Interfaces. Andere Sensoren liefern wichtige Informationen zur Verfügbarkeit oder Batterielaufzeit der APC-UPS-Netzgeräte.

Auch die Umgebung im Blick

Darüber hinaus überzeugten die Verantwortlichen der Bauer Gruppe die PRTG-Funktionalitäten beim Umgebungs-Monitoring: Das IT-Team des Bau- und Maschinenbaukonzerns ist nun auch in der Lage, die Temperatur, den Sauerstoffgehalt und den Energieverbrauch im eigenen Rechenzentrum zu messen. „Ich habe bisher noch keinen Bereich in unserer Infrastruktur entdeckt, den wir nicht mit PRTG überwachen können“, resümiert Tobias Gebauer. „Selbst, wenn PRTG für spezielle Aspekte unseres Netzwerks keinen vordefinierten Sensor bereitstellte, konnten wir mittels PowerShell sehr einfach eigene Sensoren schreiben. Diese selbstgeschriebenen Sensoren ließen sich problemlos mit einem EXE-Skript-Sensor ausführen und an PRTG anbinden.“

Infrastruktur prozessbezogen überwachen

Nicht zuletzt greift Bauer auf ein relativ neues PRTG-Feature zurück: Die Business-Process-Sensoren der Software fassen mehrere Sensoren zu einem Prozess zusammen. Die Bauer Gruppe setzt diese Sensoren im eigenen Rechenzentrum ein, um komplexe IT-Prozesse überwachen zu können. Der Business-Process-Sensor im Rechenzentrum z.B. aggregiert die Statusinformationen zu Temperatur, Strom und Klima, sodass für die Helpdesk-Mitarbeiter ein schnell nachvollziehbares Gesamtbild entsteht.

In diesem Bild stellt PRTG auch Wechselwirkungen und Abhängigkeiten einzelner Komponenten dar, wodurch die Mitarbeiter potenzielle Risiken bei Ausfällen besser einschätzen können. Die Bauer Gruppe nutzt die Business-Process-Sensoren nicht nur im Rechenzentrum, sondern kontrolliert mit ihnen auch die Prozesse des internen E-Mail-Systems, des SharePoint-Servers und des SAP-Systems.

Um die Erreichbarkeit der 60 betreuten Niederlassungen zu überwachen, greift das Helpdesk-Team auf so genannte Remote Probes zurück. Probes sind zu PRTG gehörende Services, deren Aufgabe das Sammeln von Monitoring-Daten ist. Sie können in Zweigstellen installiert werden, nehmen dort Daten auf und senden diese an die zentrale Software-Instanz. So ist es der Bauer Gruppe möglich, mit einer Lizenz bzw. Installation von PRTG alle weltweit verteilten Standorte einheitlich zu monitoren.

Monitoring bis zur Baustelle

Die Remote Probes der Software sind auch bei größeren Bauvorhaben des Unternehmens Gold wert. Solche Projekte können je nach Umfang bis zu drei oder mehr Jahre andauern. In diesem Fall stellen die Spezialisten der Bauer Gruppe vor Ort mobile Racks auf, die USVs, Server, Switches, Firewalls und mehr beinhalten. Diese mobilen Einheiten an den Dauerbaustellen betrachtet das Unternehmen als „neuen Standort“ und bindet diesen mittels Remote Probe an die zentrale PRTG-Instanz an. So können neue mobile Racks auf den Baustellen flexibel an die Monitoring-Software angebunden und zuverlässig vom Helpdesk überwacht werden.

Damit die Ampeln immer auf Grün stehen

Auf allen Remote Probes und Sensoren von PRTG gibt es Schwellenwerte, die für jede Komponente der Infrastruktur individuell definierbar sind. Werden diese Werte überschritten, schlägt die Monitoring-Software sofort Alarm. Die Warnmeldungen treffen samt Live-Daten bei den Mitarbeitern der Bauer Gruppe in Schrobenhausen ein. Sie haben PRTG so konfiguriert, dass bei Problemen der Kernsysteme (z.B. im Rechenzentrum) die Alarme mittels SMS gemeldet werden; bei weniger kritischen Systemen und Anwendungen geschieht dies via E-Mail.

In der Folge können die Mitarbeiter die entsprechenden Vorfälle in der übersichtlichen PRTG Web-Oberfläche einsehen und das Ausmaß einer Störung oder eines Defekts direkt abschätzen. Anschließend nehmen sie Kontakt zu den Ansprechpartnern in den Niederlassungen auf, damit sie Gegenmaßnahmen einleiten können. „Die individuell konfigurierbaren Alarme von PRTG ermöglichen uns im Ernstfall blitzschnelle Reaktionen. Zu Ernstfällen kommt es bei uns allerdings sehr selten, weil wir Engpässe oder sich ankündigende Fehler dank des zentralen Monitorings frühzeitig identifizieren und beheben können – bevor sie zu wirklichen Problemen werden“, erläutert Tobias Gebauer.

Für jede Niederlassung erstellte die Bauer Gruppe mittels PRTG zudem eine dedizierte Map, also eine übersichtliche Dashboard-Anzeige mit Statusinformationen der dortigen Infrastruktur. Die Maps der 60 betreuten Niederlassungen werden in Schrobenhausen auf zwei großen Monitoren im Büro der Systemadministration angezeigt. „Die Maps verschaffen uns einen schnellen Überblick, ob in den Niederlassungen alles funktioniert“, ergänzt Tobias Gebauer. „Jede Map haben wir so konfiguriert, dass sie zwei „Ampeln“ zeigt: Eine Ampel zeigt an, ob die Verbindung zur Zweigstelle noch steht; die andere bildet den Status der dortigen Server ab. So können wir Probleme beider Bereiche direkt erkennen und die IT-Ansprechpartner in den Zweigstellen unmittelbar informieren. Diese Transparenz erleichtert unsere tägliche Arbeit enorm.“

Fazit

Da das IT-Team der Bauer Gruppe mit wenigen Personen eine komplexe Infrastruktur überwachen muss, war der Einsatz der Lösung PRTG mit ihrem Unified-Monitoring-Ansatz in jeder Hinsicht die richtige Entscheidung: zentraler Überblick plus automatische Alarmierung im Ernstfall statt aufwendiger Einzelkontrollen. Die gewonnene Zeit kann das IT-Team zukünftig in neue Projekte investieren.

Über den Autor

Andreas Jung arbeitet als freier Journalist.

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