Brocade: Cloud auf der Überholspur, Big Data nicht mehr zu bremsen

Trend 2014: NFV und SDN nehmen Fahrt auf

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der Netzwerkspezialist Brocade gibt einen Ausblick auf die Trends des Jahres 2014.
Der Netzwerkspezialist Brocade gibt einen Ausblick auf die Trends des Jahres 2014. (Bild: Brocade)

Der Netzwerkspezialist Brocade prognostiziert für das Jahr 2014 tief greifende Veränderungen in der Netzwerkindustrie aufgrund des zunehmenden Einsatzes von Network Functions Virtualization (NFV) und Software-Defined Networking (SDN).

Das Jahr 2013 wird uns sicherlich in Erinnerung bleiben: Unter anderem schufen amerikanische Wissenschaftler die ersten künstlichen Körperteile, hergestellt mit einem 3-D-Drucker, Professor Peter Higgs – einer jener Wissenschaftler, die im CERN das Elementarteilchen Higgs-Boson entdeckten – erhielt den Nobelpreis für Physik und Microsofts neue Spielkonsole Xbox One wurde an nur einem Tag eine Million Mal verkauft.

Diese Leistungen verdeutlichen, welchen Stellenwert Technologie heute hat und welchen Einfluss das IT-Netzwerk als Transportmittel des weltweiten Datenverkehrs auf einzelne Lebensbereiche nimmt. Der Netzwerkspezialist Brocade gibt einen Ausblick auf die Trends des Jahres 2014.

Network Functions Virtualization und Software-Defined „Everything“ nehmen Fahrt auf

Weltweit sind Unternehmen damit beschäftigt, Network Functions Virtualization (NFV) und Software-definierte Technologien (Netzwerk, Virtualisierung, Rechenzentrum, Storage und Infrastruktur) auszurollen und einzusetzen. Mit der zunehmenden Anzahl von Anwendungsfällen erwartet auch Brocade mehr Aufträge. Mit 1,3 Mio. Downloads seiner NFV-Vyatta-Lösungen sei das Unternehmen bereits heute Marktführer. Der Trend hin zu offenen, flexibleren, effizienten und programmierbaren Netzwerkinfrastrukturlösungen sei offensichtlich – Initiativen wie Openstack und Opendaylight würden diese Richtung verdeutlichen. Der Einsatz von NFV eröffne nicht nur für Service-Provider sondern gerade auch für Unternehmen neue Gewinnmargen durch die Migration von Managed Services in die Cloud und der damit einhergehenden drastischen Kostenreduzierung sowie einer höheren Serviceflexibilität. Ethernet Fabrics von Brocade seien die Grundlage für SDN. Gleichzeitig sei eine offene Architektur wesentlicher Bestandteil für jedes Rechenzentrum.

Abspecken von Rechenzentren und Cloud-Architekturen

Aufgrund technologischer Anforderungen müsse die Art und Weise überdacht werden, wie Netzwerke aufgebaut, implementiert und in Rechenzentren betrieben werden. Netzwerke seien für die Bereitstellung von Anwendungen wichtiger denn je. Brocade zufolge werden Ethernet Fabrics wegen der möglichen Verbesserungen bei Netzwerkeffizienz, Ressourcennutzung und Leistung die Transformation im Rechenzentrum vorantreiben. Die riesige Datenflut werde ebenso dazu beitragen, einen Schlussstrich unter traditionelle dreischichtige Netzwerke zu ziehen. So prognostiziert Gartner, dass bis 2014 80 Prozent des Netzwerkverkehrs von Server zu Server fließen werden, was Unternehmen dazu zwingen wird, ihre Netzwerke weiter zu vereinfachen. Nach Ansicht von Brocade werden sie von leistungsfähigeren und robusteren Netzwerken profitieren, während die Kapazität gleichzeitig bei Bedarf ohne Unterbrechungen aufgestockt werden könne. So werde Ethernet auch nach 40 Jahren Einsatz die Netztechnologie weiter revolutionieren.

Die Cloud ist auf der Überholspur

Laut Gartner wird die Nachfrage nach privaten Cloud-Technologien eine Verlagerung hin zu Diensten und weg von Geräten begünstigen. Darüber hinaus prognostiziert eine Studie, dass der weltweite Cloud-Computing-Markt bis zum Jahr 2016 eine jährliche Wachstumsrate von 36 Prozent erfahren wird, was einem Marktvolumen von 19,5 Mrd. Dollar entspricht. Brocade zufolge zeigen diese Zahlen, dass CIOs sich dieser neuen Geschäfts- und Verbrauchsmodelle sowie der Erwartungen der Benutzer, der Sicherheitsfragen und der Datenschutzbedenken durchaus bewusst sind. Brocade glaubt allerdings, dass CIOs die Cloud auch dazu nutzen, um Wachstum und Innovation in ihren Unternehmen voranzutreiben, und erwartet, dass sich die Cloud zu einem entscheidenden Business-Enabler entwickelt und auch die Nachfrage nach mehr Flexibilität bei Public Clouds zunehmen wird.

Die Internet-Revolution ist ungebrochen

Dem Erfinder des Ethernet Robert Metcalfe zufolge erhöht sich die Leistung des Netzwerks um das Quadrat der Anzahl der angeschlossenen Knoten. Laut IDC wird der Gesamtmarkt des Internets der Dinge einschließlich Technologien und Services bis 2020 ein Volumen von 8,9 Bio. US-Dollar erreichen – bei 212 Mrd. mit dem Internet verbundenen Geräten wird dies die Netzwerktechnologie für immer verändern. Trotz Bedenken in Sachen Sicherheit und Geräteinteroperabilität dürfte das Internet der Dinge angesichts seiner für 2014 zu erwartenden zunehmenden Zugkraft Branchen wie Gesundheitswesen, Handel und Transportwesen revolutionieren. Somit müssten Unternehmen sich allmählich damit auseinandersetzen, welche Auswirkungen das Internet der Dinge auf ihr Geschäft haben wird.

Big Data ist nicht mehr zu bremsen

BYOD und Big Data (insbesondere Videodaten) sorgen für viele neue Herausforderungen. Brocade zufolge sind die Datenmengen schlichtweg zu groß, um daraus Wert zu schöpfen bzw. eine Erfolg versprechende Strategie zu finden. Der Netzwerkspezialist nimmt an, dass Unternehmen sich 2014 auf das Wesentliche besinnen und sich angesichts beispielloser Datenmengen grundlegenden Fragen der Rechenzentrumsinfrastruktur widmen werden: Welche Ziele sollen erreicht werden? Sammeln wir die richtigen Daten? Wie können wir die Informationen nutzen, damit unser Geschäftsmodell davon profitiert? Brocade rät Unternehmen, sich mit diesen und ähnlichen Fragen in den nächsten zwölf Monaten auseinanderzusetzen, und erwartet, dass aufgrund von Datenüberlastung das eine oder andere größere Netzwerk von einem Ausfall betroffen sein wird.

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