Einsatz mobiler Geräte am Arbeitsplatz macht IT-Entscheidern Angst

Studie: Unternehmer sehen „Bring your own Device“ als Gefahr

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

John Livingston, CEO von Absolute Software: „Die Kontrolle, Verwaltung und Absicherung privater Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen bereitet CIOs Kopfschmerzen.“
John Livingston, CEO von Absolute Software: „Die Kontrolle, Verwaltung und Absicherung privater Geräte mit unterschiedlichen Betriebssystemen bereitet CIOs Kopfschmerzen.“

In Deutschland stufen 52 Prozent der IT-Entscheider das Konzept „Bring your own Device“ (BYOD) als gefährlich ein. Gleichzeitig glauben 50 Prozent, dass es für die Entwicklung ihres Unternehmens wichtig ist, Mitarbeitern den Gebrauch persönlicher und geschäftlicher Geräte zu ermöglichen.

In IT-Abteilungen wächst die Sorge über private Endgeräte. Die darauf gespeicherten Daten werden in Unternehmen selten einheitlich verwaltet oder überwacht. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die vom Coleman Parkes Institut im Auftrag von Absolute Software unter 300 CIOs und IT-Direktoren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien durchgeführt wurde.

So zeigt die Studie, dass Firmen häufig Mitarbeitern die Verantwortung für den Inhalt auf Smartphones, Tablets und Notebooks zuschieben. Dies widerspräche der gesetzlichen Regelung, wonach im Falle von Datenverlust oder Diebstahl die Firmen selbst zur Rechenschaft gezogen würden.

Ein Drittel der befragten Unternehmen (31 Prozent, in Deutschland 15 Prozent) überließ Mitarbeitern die Haftung für Informationen, die sie auf geschäftlichen Geräten speichern. In Hinblick auf private Endgeräte waren es sogar 41 Prozent (in Deutschland 25 Prozent). Jene Firmen, die Arbeitnehmern die Kontrolle über die gespeicherten Daten entzogen, verlagerten die Verantwortung für firmeneigene Geräte entweder auf direkte Vorgesetzte (16 Prozent, in Deutschland 18 Prozent), auf Risk Manager (acht Prozent, in Deutschland 17 Prozent), auf Compliance-Spezialisten (22 Prozent, in Deutschland 20 Prozent) oder IT-Abteilungen (23 Prozent, in Deutschland 29 Prozent).

In vielen Unternehmen fehlt eine BYOD-Politik

In Hinblick auf private Endgeräte war die Aufteilung oft ähnlich: Ganze acht Prozent der direkten Vorgesetzten waren genötigt, die Verantwortung für darauf enthaltene Daten zu tragen (in Deutschland elf Prozent), bei Risk Managern ebenfalls acht Prozent (in Deutschland zehn Prozent), bei Compliance-Spezialisten 15 Prozent (in Deutschland 16 Prozent) und in IT-Abteilungen 27 Prozent (in Deutschland 37 Prozent). Unter den befragten Firmen hatten 18 Prozent gar keine Richtlinien, um die Nutzung privater Endgeräte im Arbeitsalltag zu koordinieren (in Deutschland 15 Prozent).

„Unternehmen müssen die Privatsphäre ihrer Mitarbeiter wahren. Gleichzeitig ist es unerlässlich, Firmen- und Kundendaten zu schützen“, sagt John Livingston, CEO von Absolute Software. Er ist überzeugt: „IT-Abteilungen sollten in der Lage sein, Informationen, auf die Mitarbeiter zugreifen können, angemessen zu überwachen und zu steuern. Die Möglichkeit zur Implementierung von Schutzmechanismen in Hinblick auf Zugriffs- und Speicherrechte sowie den Austausch von unternehmensinternen Daten bietet eine effiziente Methode, um Firmen gegen Sicherheitsrisiken zu wappnen.“

Ein weiteres Fazit der Studie: 15 Prozent der Teilnehmer stehen der Nutzung privater Endgeräte im Unternehmen grundsätzlich ablehnend gegenüber, um Datenverlust zu verhindern. Eine derartige Unternehmenspolitik frustriert jedoch Mitarbeiter, die flexibel arbeiten möchten. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass Arbeitnehmer Firmenrichtlinien umgehen und auf das Unternehmensnetzwerk zugreifen, ohne die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

„Der Anspruch, private Endgeräte auch im Arbeitsalltag nutzen zu dürfen, wächst. Dabei möchten Mitarbeiter sowohl auf das unternehmensinterne Netzwerk zugreifen können als auch geschäftliche E-Mails und Firmeninformationen über Smartphones, Tablets und Co. abrufen,“ sagt John Livingston. Er fügt hinzu: „Dabei wird die Kontrolle, Verwaltung und Absicherung privater Geräte durch unterschiedliche Betriebssysteme erschwert. Kein Wunder, dass ihre Integration CIOs Kopfschmerzen bereitet.“

Plattformübergreifende Sicherung und Verwaltung

Absolute Software stellte kürzlich Absolute Manage 6.0 vor. Absolute Manage 6.0 ist seine Endpoint-Management-Lösung, mit der IT-Administratoren Macs, PCs, Android- und iOS-Geräte anhand automatisierter IT-Prozesse managen können, darunter die Software-Verteilung, das Patch-Management und die Geräteinventarisierung.

Um das Risiko von Datenverlust zu minimieren, bietet Absolute Manage 6.0 die Funktion Absolutesafe: Dabei handelt es sich um eine Applikation für iOS-Geräte, mit der es IT-Abteilungen möglich ist, die Verteilung vertraulicher Dateien auf Mitarbeitergeräten zu kontrollieren. So lassen sich Dokumente zwar lesen, aber weder drucken, kopieren noch weiterleiten. Darüber hinaus erhalten IT-Administratoren die Möglichkeit, den Zugriff auf das Firmennetzwerk oder ein bestimmtes Dokument zu einem vorab definierten Zeitpunkt zu sperren.

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