IP-Insider.de Special Unified Communications Collaboration

 

Willkommen im UCC-Special

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

 

Andreas Donner, Chefredakteur IP-Insider.deich heiße Sie im Special zum Thema Unified Communications & Collaboration von IP-Insider.de herzlich willkommen. In diesem abgegrenzten Bereich von IP-Insider.de haben wir alle relevanten Informationen rund um dieses wichtige ITK-Thema für Sie zusammengefasst.

 

Andreas Donner
Chefredakteur IP-Insider.de

IP-Insider-Special Unified Communications & Collaboration

UCC – eine Technologie im Fokus

 

Ursprünglich wurde das Zusammenwachsen sämtlicher Kommunikationsformen nur als „Unified Communications“ (UC) bezeichnet. Doch bereits kurz nach der Etablierung dieses Begriffs erweiterte IBM seine im eigenen Unternehmen eingesetzte, häufig auch mit „Enterprise 2.0“ umschriebene Kommunikationsstruktur um den Bereich der Zusammenarbeit und fügte im eigenen Sprachgebrauch konsequenter Weise dem Begriff Unified Communications den Aspekt der Collaboration hinzu. Damit war der Begriffsverbund „Unified Communications & Collaboration“ geboren.

 

Bereits wenige Monate nach dem ersten Bekannt werden des erweiterten Begriffs war dieser so etabliert, dass viele andere Unternehmen die Verzahnung der Bereiche Kommunikation und Zusammenarbeit auch für sich entdeckten und die beiden Aspekte ebenfalls untrennbar zusammenführten.

 

Ohne Kommunikation keine Zusammenarbeit
Und tatsächlich sind die Bereiche Kommunikation und Zusammenarbeit heute mehr denn je untrennbar miteinander verbunden. Mehr noch: eine optimal funktionierende Kommunikation ist heute die Basis für jede effiziente Zusammenarbeit im Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und Kunden/Lieferanten.

 

Dabei deckt der „Collaboration“-Aspekt im UCC-Begriff einerseits sämtliche unternehmerisch nutzbaren Web-2.0-Möglichkeiten zum Aufbau von Wissenstransfer-Systemen wie Blogs, Foren und Wikis ab und grenzt sich damit sehr klar zur reinrassigen „Communication“ via Telefon, Fax und E-Mail ab. Andererseits gehören auch Technologien wie Video Conferencing mit integrierter Dokumentenpräsentation und das Applikation Sharing – also der gemeinsame, mitunter auch gleichzeitige Zugriff auf ein und dieselben Dokumente – bei der Zusammenarbeit mehrerer Personen bzw. Teams zum Umfeld der Collaboration, das hier jedoch eng mit den verschiedenen Kommunikationstechnologien verzahnt ist.

 

Der Sinn von Unified Communications
Das klare und eindeutige Ziel von Unified Communications ist die Zusammenführung aller möglichen Kommunikationsformen und -kanäle in einem einheitlich nutz- und verwaltbaren Kommunikationssystem. Dabei stehen die Interessen des Anwenders stets klar im Vordergrund. So soll es mit Unified Communications künftig möglich sein, den im Moment und situationsabhängig besten Weg für den Aufbau einer Kommunikation mit einem bestimmten Ansprechpartner schnell, intuitiv und individuell ausfindig zu machen.

 

Eine in sämtliche relevanten Applikationen integrierte Liste mit Präsenzinformationen soll hierfür in Echtzeit anzeigen, ob der gewünschte Gesprächspartner gerade für einen möglichen Telefonanruf zur Verfügung steht oder ob dieser im Moment bspw. besser per E-Mail erreicht werden kann.

 

Steht der gewünschte Kommunikationspartner telefonisch zur Verfügung, so kann er unabhängig von seinem Standort oder seines im Moment bevorzugten Telefon-Endgeräts über die immer gleiche Nummer erreicht werden. Zudem kann der Kommunikationspartner während des Gesprächs zwischen einem lokalen Voice-over-WLAN-Netz nahtlos in das GSM-Netz wechseln und das Gespräch somit ohne Medienbrüche auch beim Verlassen des aktuellen Standortes weiterführen.

 

Vermeidung von Medienbrüchen
Doch nicht nur im Bereich der Telefonie ist die Vermeidung von Medienbrüchen der zentrale Aspekt von UCC. Beispielsweise soll es neben dem Telefon-Roaming zwischen verschiedenen Netzen mit UCC auch möglich sein, sich eine Text-Mail von unterwegs aus über das Mobiltelefon vorlesen zu lassen und darauf bspw. mit einer Voice-Mail zu antworten. Die Gleichberechtigung und enge Verzahnung aller Kommunikationsmöglichkeiten sollte dann zudem dafür sorgen, dass Medienbrüche auch im Ablagesystem der einzelnen Kommunikationsformen vermieden werden und so bspw. die zu einem Vorgang gehörenden Bestandteile Fax, Mail, Voice-Mail, Instant-Messaging-Aufzeichnungen und SMS auch so gespeichert werden, dass die Verknüpfungen und Zusammenhänge der einzelnen Kommunikationsbestandteile auch zu einem beliebig späteren Zeitpunkt noch klar und eindeutig nachvollziehbar sind.

 

Basistechnologie: IP
Um diese Nachverfolgbarkeit und die Vermeidung von Medienbrüchen zu gewährleisten ist eine einheitliche Netz-Technologie für UCC unerlässlich. Häufig wird dieser Aspekt heute als Next Generation Networking (NGN) bezeichnet und meint die Zusammenführung aller Kommunikationsformen auf Basis von IP-Netzen.

 

Mit Voice over IP (VoIP) wurde hierfür bereits vor einigen Jahren der Grundstein gelegt, jetzt sollen sämtliche weiteren Kommunikationsformen nach und nach auch auf IP-Technologie portiert werden. All-IP lautet diesbezüglich ein ebenfalls von Unternehmen gerne verwendeter Begriff.

 

Mobil trifft stationär
Ebenfalls zum Umfeld der Begrifflichkeiten aus dem UCC-Umfeld gehört das Schlagwort der Fixed Mobile Convergence (FMC). Dieser Begriff umfasst sämtliche Technologien, die heute und in Zukunft zum Einsatz kommen, um mobile Kommunikationsformen nahtlos in stationäre Kommunikationsnetze zu integrieren.

 

Dabei zählen die bloße Einbindung von Handys, PDAs oder Blackberrys und die damit meist assoziierten Push-Dienste für E-Mails ebenso zur FMC wie die Datenanbindung von Notebooks an Unternehmensressourcen und eine engmaschige Verzahnung von lokaler, schnurgebundener und drahtloser Telefonie mit mobilen Telekommunikationsdiensten über GSM, UMTS oder WiMAX. Auch die bereits erwähnte mögliche Weiterleitung von Telefongesprächen von einem in das andere Netze bzw. das nahtlose Roaming zwischen einzelnen Netzen und eine einheitliche Bereitstellung aller Telefonie-Komfortmerkmale in allen Netzen können als FMC-Aspekte bezeichnet werden.

 

Konvergenz als Ziel
Letztendlich ist das Ziel eines „Unified Communications & Collaboration“-Systems dann erreicht, wenn sich die darin enthaltenen Kommunikationsformen nicht mehr klar trennen lassen und der Anwender das Gesamtsystem einfach und intuitiv für jeden erdenklichen Kommunikationsweg und alle heute und in Zukunft vorstellbaren Möglichkeiten der Zusammenarbeit nutzen kann.