ManpowerGroup-Umfrage

So unzufrieden sind Mitarbeiter

| Autor / Redakteur: Heidemarie Schuster / Andreas Donner

Unzufriedene Arbeitnehmer neigen zum Wechsel des Arbeitgebers.
Unzufriedene Arbeitnehmer neigen zum Wechsel des Arbeitgebers. (Bild: Focus Pocus LTD/ Fotolia.com)

Die Studie „Jobzufriedenheit 2017“ von ManpowerGroup hat ergeben, dass jeder zweite Deutsche seinen Job wechseln will. Die Hauptgründe dafür sind schlechte Bezahlung und fehlende Anerkennung.

Der Arbeitsfrust unter deutschen Angestellten scheint groß zu sein. So wollen 46 Prozent der von ManpowerGroup Befragten ihren Job in den nächsten zwölf Monaten wechseln – unter anderem, weil sie ihrer Ansicht nach zu schlecht bezahlt werden. Auch bei den Themen Anerkennung und Arbeitsklima sehen die Beschäftigten Verbesserungspotenzial.

Mit der steigenden Unzufriedenheit am Arbeitsplatz steigt auch die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich beruflich zu verändern: 23 Prozent der Arbeitnehmer suchen gezielt nach einer Position mit besserer Bezahlung. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 17 Prozent haben das Gefühl, dass ihre Arbeit nicht anerkannt wird. 14 Prozent beklagen ein schlechtes Arbeitsklima – 2016 war das nur für elf Prozent der Beschäftigten ein Beweggrund für einen Jobwechsel.

Insgesamt sind aber 55 Prozent mit den Arbeitsbedingungen bei ihrem Arbeitgeber zufrieden. Immerhin finden auch 51 Prozent ihre Bezahlung fair. Zudem werden bei 48 Prozent der Angestellten die Arbeitszeiten eingehalten.

Flexible Arbeitszeitmodelle und Weiterbildungsangebote

Es gibt aber auch positive Entwicklungen: 39 Prozent der Befragten erhalten regelmäßig Weiterbildungen. Ebenso viele geben an, dass es in ihrem Unternehmen flexible Arbeitszeitmodelle gibt. Das ist jeweils ein Anstieg um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

„Die Studie zeigt, dass in den Chefetagen ein Umdenken stattfindet“, sagt Herwarth Brune, Geschäftsführer der ManpowerGroup Deutschland. „Die Arbeitgeber haben erkannt, dass das Thema Weiterbildung für die Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter wichtig ist. Und mit dem Angebot von flexiblen Arbeitszeitmodellen gehen sie auf den Wunsch der Beschäftigten nach einer besseren Work-Life-Balance ein.“

Arbeitgeber sind inzwischen auch immer häufiger dazu bereit, ihre Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten zu lassen. 23 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Möglichkeit haben, ihre Aufgaben im Homeoffice zu erledigen. 2016 waren es nur 14 Prozent. Das ist mit neun Prozentpunkten der höchste Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr.

Bei der aktiven Karriereförderung und der Familienfreundlichkeit der Unternehmen hat sich nach Ansicht der Beschäftigten ebenfalls einiges getan: In beiden Bereichen haben sich die Arbeitgeber um sechs Prozentpunkte verbessert.

Familienfreundliche Unternehmen

Als familienfreundlich bezeichnen 33 Prozent der Befragten ihr Unternehmen – 19 Prozent bejahen die aktive Förderung ihrer Karriere. „Diese Aspekte nehmen für Mitarbeiter einen immer höheren Stellenwert ein“, so Brune. „Familienfreundlichkeit und eine entsprechende Personalentwicklung in Unternehmen werden immer mehr zum Wettbewerbsvorteil. Nur mit attraktiven Rahmenbedingungen schaffen es Arbeitgeber, Beschäftigte für ihr Unternehmen zu gewinnen und langfristig an sich zu binden.“

Zur Studie

Für die Studie „Jobzufriedenheit 2017“ wurden online 1.018 Bundesbürger zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Sie wurde im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland im März 2017 durchgeführt.

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