IP-Insider-Langzeittest – Line-Interactive USV Smart-UPS SMX 750i von APC

So schlägt sich die USV unter Realbedingungen – ein erster Einblick

| Autor / Redakteur: Josef Brosdetzko / Andreas Donner

Die Smart-UPS SMX 750i von APC lässt sich als Tower aufstellen oder in ein Rack einbauen
Die Smart-UPS SMX 750i von APC lässt sich als Tower aufstellen oder in ein Rack einbauen

Die APC Smart-UPS SMX 750i ist in unserem Praxislabor seit knapp einem Jahr im andauernden Einsatz und sichert dort einen Windows 2008 R2 Server gegen die üblichen Unzulänglichkeiten des Stromnetzes ab.

So viel vorab: Die USV hält was sie verspricht, denn nach der durch ein erfolgreiches Update der Steuerungssoftware beschriebenen Inbetriebnahme waren keine ernsthaften Schwierigkeiten mehr aufgetreten.

Der erste „Echteinsatz“ fand im vergangenen Sommer statt, als während eines heftigen Gewitters erkennbare Schwankungen im Versorgungsnetz auftraten. Das typische Flackern der elektrischen Beleuchtung weist ja den erfahrenen Elektrotechniker darauf hin, dass im Verbundnetz Ausfälle vorkommen, die durch Umschalten auf andere Leitungswege kompensiert werden.

Die USV quittiert diese Kurzunterbrechungen bzw. Schwankungen mit deutlich hörbaren Relais-Schaltvorgängen, was jedoch den Server in seinem Betrieb nicht beeinträchtigt. Diese Vorgänge werden interessanterweise nur als „Power Restored“ ins Ereignisprotokoll eingetragen, das vorhergehende „Power Failed“ ist nicht verzeichnet.

Hier sieht man einerseits, dass solche Schwankungen sehr häufig auftreten und andererseits die Kürze der Unterbrechungen, die normalerweise gar nicht auffallen; siehe Abbildung 1 zeigt die Einträge in das Event-Log.

Folgenloser Stromausfall

Das nächste Mal konnte das Gerät seine Tauglichkeit beweisen, als durch die Explosion eines Verteilertrafos in direkter Nähe die Spannungsversorgung für ca. 2 Stunden ausfiel. Die USV überbrückte bei 25 Prozent Last länger als eine Stunde und fuhr dann den Server ordnungsgemäß herunter.

Sehr erfreulich dabei: die tatsächliche Autonomiezeit stimmt ziemlich exakt mit der geschätzten Dauer überein, die am Display abgerufen werden kann; siehe Abbildung 2.

Damit meisterte die Smart-UPS SMX 750i ihre Hauptaufgabe exzellent, da die nominelle Autonomiezeit sogar weit übertroffen wurde und das geordnete Ausschalten des angeschlossenen Servers einwandfrei funktionierte!

Akku-Ermüdung?

Nach rund einem Jahr Dauerbetrieb lässt sich allerdings eine erste Akkuermüdung feststellen, denn das empfohlene Austauschdatum des Stromspeichers ist von anfänglich „vor Januar 2015“ auf „vor Dezember 2014“ gerutscht; zu sehen in Abbildung 3.

Wenn man diesen – übrigens völlig normalen – Verschleiß hochrechnet, würde sich die Lebensdauer des Akkus bis zum Austauschdatum um etwa ein halbes Jahr verkürzen. Das tatsächliche Durchhaltevermögen der Batterie hängt aber natürlich ganz stark davon ab, wie viele Stromausfälle bis dahin zu überbrücken sind und wie lange diese dauern. Jedenfalls scheint die dynamische Anzeige der Akku-Lebensdauer bestens zu funktionieren.

Einstellbare Empfindlichkeit

Eine weiteres erwähnenswertes Detail aus der praktischen Erfahrung im Realbetrieb ist die Einstellung der Empfindlichkeit, d.h. wie schnell das Gerät auf Spannungsschwankungen reagieren soll. Hier hat sich gezeigt, dass die Standardeinstellung der „PowerQualitySensitivity“ selbst in Deutschland mit seinem überaus stabilen Versorgungsnetz ,mindestens auf „reduced“, wenn nicht sogar auf „low“ zurückgesetzt werden sollte, um zu häufiges Schalten auf Batteriebetrieb zu vermeiden!

Weitere Änderungen der Standardeinstellungen waren jedoch nicht nötig, um ein reibungsloses Funktionieren im ersten Praxis-Betriebsjahr zu erreichen. Die in Teil 1 gegeben Empfehlung bleibt also ohne Änderung bestehen.

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