Materna liefert DPWS-Stack für Windows und Java

Sichere Web-Dienste für Peripheriegeräte

09.02.2007 | Autor / Redakteur: Detlef Borchers / Peter Schmitz

Mit Windows Vista Business hat Microsoft das „Devices Profile for Web Services“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Regelwerk, das sichere Anwendungen für Online-Dienste definiert. Der Protokollstack für Java und Windows soll als Open Source im zweiten Quartal dieses Jahres veröffentlicht werden

Im Rahmen des Forschungsprojektes Sirena (Service Infrastructure for Real-time Embedded Networked Applications) von Materna und der Universität Dortmund wurde das Devices Profile for Web Services (DWPS) entwickelt.

Zielsetzung war und ist es, ein domänenunabhängiges Framework zur Vernetzung von Diensten und Anwendungen bereitzustellen. Denn oft scheitert die Übertragung einer Technik daran, dass spezifische Eigenschaften einer Umgebung nicht berücksichtigt werden können. Nachträgliche Anpassungen sind nur in den seltensten Fällen möglich.

DWPS ist für den Einsatz von Online-Diensten auf Peripheriegeräten mit beschränkten Ressourcen gedacht. Der Standard definiert Richtlinien für die sichere Anwendung von Web-Services, beispielsweise beim dynamischen Auffinden anderer Hardware oder dem Austausch von Metadaten.

Ein ganzer Stapel an Regularien

Für jedes Gerät in einem Unternehmensnetz wird also beschrieben, mit welchen Diensten es kommunizieren darf und wie Nachrichten ausgetauscht werden. Der DPWS-Stack von Materna komplettiert DPWS mit den nötigen Angaben, die ein Peripheriegerät braucht, um auf Web-Services zugreifen zu können.

Von dem Stack profitieren besonders Geräte mit geringem Arbeitsspeicher wie Mobiltelefone oder Navigationssysteme, wenn sie sicher auf bestimmte Dienste zugreifen sollen. Auch im Automobilbereich (Windows Automotive) könnte DPWS eine wichtige Rolle spielen, wenn Systeme via Windows Mobile Messaging kommunizieren.

Standardisierung soll Dienste verbessern

Dabei geht es allerdings nicht um die Entwicklung neuer Dienste, sondern um eine Vereinheitlichung und Abstimmung bereits bestehender und genutzter Web-Services. Ein domänenübergreifender Basisdienst könnte beispielsweise die Authentifizierung sein.

„Letztendlich kommt der Endverbraucher in den Genuss zentral steuerbarer Systeme, die komfortabler und mit weniger Aufwand zu bedienen sind“, meint Franz Josef Stewing, Abteilungsleiter bei Materna und Mitbetreuer des Sirena-Projekts. Außerdem glaubt Stewing, dass Produktivität und Synergieeffekte mittel- und langfristig steigen, wenn eine Anwendung über verschiedene Domänen hinweg entwickelt werden kann.

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