Aerohive im Einsatz bei Smartrac Technology

RFID-Profi setzt auf Aerohive

| Autor / Redakteur: Martin Scheller / Andreas Donner

Smartrac ist weltweiter Marktführer im Bereich der RFID-Technologie ud setzt in Sachen WLAN jetzt auf Aerohive.
Smartrac ist weltweiter Marktführer im Bereich der RFID-Technologie ud setzt in Sachen WLAN jetzt auf Aerohive. (Bild: Aerohive)

„Uns kam es bei der WLAN-Lösung darauf an, dass sie stabil läuft und verfügbar ist. Außerdem hat uns der Funktionsumfang des HiveManagers überzeugt, und in Sachen Gästenetzwerklösung erleichtert uns der ID Manager samt Self-Service-Registrierung das Leben erheblich“, so Stefan Rickert, Associate Manager Corporate IT Infrastructure, bei der Smartrac Technology Group zum abgeschlossenen Projekt.

Als Marktführer bei RFID-Lösungen und mit ca. 3.600 Mitarbeitern weltweit verfügt Smartrac über mehrere deutsche und zahlreiche internationale Standorte, unter anderem in Thailand, den USA, Finnland und Malaysia. Die IT-Zentrale in Stuttgart wurde aufgrund der heterogenen LAN/WLAN-Infrastruktur damit beauftragt, eine neue Lösung zu finden und an verschiedenen Zweigstellen zu installieren.

Eine Herausforderung bestand dabei darin, dass die neue Netzwerkinfrastruktur so flexibel sein musste, dass sich die verschiedenen Standorte zusammenführen und von der Technik her vereinheitlichen ließen. Ziel war es, allen Mitarbeitern in deren Büros länderübergreifenden Zugang zum Unternehmensnetzwerk zu ermöglichen – also WLAN-Bedingungen wie am Heimatstandort, aber mit gleich hohen Sicherheitsstandards und unter Berücksichtigung rechtlicher Aspekte.

Darüber hinaus kam die Frage auf, wie das Unternehmen mit dem Gäste-WLAN umgehen sollte: Wie kann Gästen und Kunden ein einfacher WLAN-Zugang ermöglicht werden, ohne gleichzeitig den Workload für die IT zu vergrößern? Zuvor war die WLAN-Authentifizierung für Gäste des Unternehmens mit großem Aufwand verbunden, da die IT-Mitarbeiter bei jedem Gast einzeln dessen Authentifizierung prüfen und dann manuell einen Zugang generieren mussten.

Vereinfachtes Netzwerkmanagement, höhere Verfügbarkeit und hohe Funktionalität

Ausschlaaggebend für die Entscheidung, auf Aerohive zu setzen, war zum einen die hohe Verfügbarkeit und Stabilität der Lösung, zum anderen die größere Flexibilität und nahtlose Skalierbarkeit. Denn anstelle eines zentralen Hardware-Controllers gruppiert die Aerohive Cooperative-Control-Technologie mehrere Access Points (APs) in Untereinheiten („Hives“) und nutzt die gemeinsamen Kontrollinformationen, um Funktionen wie Fast-Layer-2/3-Roaming, gemeinsame RF-Verwaltung, Sicherheitsmanagement und Mesh-Netzwerke zu ermöglichen.

Das Management dieser neuen Architektur bewerkstelligen die IT-Verantwortlichen über den in Stuttgart On-Premise installierten HiveManager, das Netzwerkmanagement-System (NMS) von Aerohive, mit dem die Netzwerkprodukte (APs und Switches) konfiguriert und überwacht, Richtlinien erstellt oder Firmware-Upgrades hochgeladen werden. Dass sich die weltweit installierten Access Points damit von Deutschland aus zentral verwalten lassen, hat Stefan Rickert, Associate Manager Corporate IT Infrastructure bei Smartrac, sofort überzeugt: „Der HiveManager ist intuitiv bedienbar, läuft stabil und hat sich für uns bewährt.“

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Darüberhinaus umfasst das System einige weitere Funktionen wie etwa die Spektrumanalyse, mit der sich potentielle WLAN-Störquellen identifizieren und beseitigen lassen. Ein IT-Administrator kann Gebäude- oder Lagepläne in den HiveManager hochladen, anhand der Analysefunktionen Dämpfungsverhalten und HF-Ausbreitung etc. visualisieren und abschätzen, wie viele Access Points ein bestimmter Standort benötigt. „Diesen großen Funktionsumfang habe ich nicht erwartet. Das erleichtert die Arbeit schon in der Planungsphase“, zeigt sich Stefan Rickert zufrieden.

Eine ebenfalls sehr hilfreiche Funktion ist der Applikationsfilter, mit dem sich einzelne Anwendungen in ihrer Funktionalität einschränken oder ganz blockieren lassen. „Diese Funktion ist schon bemerkenswert und bezüglich der Konfiguration nach meinem Empfinden bei anderen Herstellern komplizierter,“ sagt Stefan Rickert. Soll ein Mitarbeiter zum Beispiel nicht Dropbox verwenden, um Unternehmensdaten mit privaten Endgeräten hochzuladen, auf Filesharing-Seiten browsen oder bandbreitenintensive Anwendungen wie iTunes nutzen, lassen sich diese Anwendungen gezielt von der Anwendung ausschließen oder einschränken. Analog dazu können für die Arbeit wichtige oder geschäftskritische Apps gegenüber anderen priorisiert werden. „Im Gegensatz zu anderen Herstellern, bei denen diese Funktion in der zentralen Kontrolleinheit verankert ist, wird dies bei Aerohive in die Access Points verlagert. Gerade für unsere Installation lohnt sich das, denn dadurch wird der Datenverkehr bereits lokal am AP gefiltert, bevor er ins Netzwerk geht“.

Self-Service-Mobilität und Gästeregistrierung

Im Gegensatz zu vorher, als Smartrac-Mitarbeiter an jedem Standort jedes Mal aufs Neue Zugangsdaten anfordern oder alternativ einen Ethernet-Anschluss nutzen mussten, stellt die neue Lösung jetzt unabhängig vom Standort automatisch einen sicheren, profilbasierten Drahtlos-Zugang zum Unternehmensnetzwerk bereit, sodass die Mitarbeiter über die gleichen Ressourcen wie am Heimatstandort verfügen. Durch diese automatisierten Arbeitsabläufe (Self-Service-Mobilität) werden Helpdesk-Anrufe auf ein Mindestmaß reduziert und die IT enorm entlastet.

Realisieren ließ sich dies mit dem Aerohive ID Manager, einem speziell für den Unternehmenseinsatz entwickelten Cloud-System zur vereinfachten Anbindung persönlicher Geräte an ein Unternehmensnetzwerk. Über ein Self-Service-Registrierungsportal können Mitarbeiter über die Web-basierte Schnittstelle des ID-Managers oder die entsprechenden Anwendungen für iOS und HTML5 persönliche Geräte für den Einsatz im Unternehmensnetzwerk freischalten und weltweit nutzen. Auch die Gästeregistrierung läuft über den ID Manager. Dazu muss sich jeder Gast, nachdem er sich mit dem offenen Smartrac Gäste-WLAN verbunden hat, einmalig über das Self-Registration-Portal des ID Managers registrieren und zusätzlich die E-Mail-Adresse seines Ansprechpartners im Unternehmen angeben. Diese wird vom System dann automatisch auf Gültigkeit überprüft, anschließend ist das Netz zugänglich.

Der ID Manager hilft im Ernstfall auch dabei, in den jeweiligen Ländern geltende rechtliche Vorschriften zu befolgen: „Laut thailändischem Recht muss jeder Gastzugang und dessen Aktivität drei Monate lang überprüfbar bleiben. D.h., sollten einmal Beschwerden kommen, beispielsweise von der Polizei, könnten wir nachvollziehen, wer sich wann und wie eingeloggt hat und wer den Zugang freigegeben hat“, erklärt IT-Spezialist Stefan Rickert.

Martin Scheller.
Martin Scheller. (Bild: Aerohive)

Fazit und Ausblick

In Zukunft will das Unternehmen die Zahl der Access Points sukzessive erhöhen, sodass die Leistungsfähigkeit des Systems weiter zunimmt. Bereits jetzt lässt sich aber insofern eine Produktivitätssteigerung feststellen, als die IT-Abteilung durch den ID Manager und das Self-Service-Registrierungsportal für Gäste sehr viel Zeit einspart, die anderweitig genutzt werden kann.

Über den Autor

Martin Scheller ist Sales Manager Central Europe bei Aerohive Networks.

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