Paessler Network Monitor: PRTG Mini Probes

Netzwerküberwachung in verteilten Standorten

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Der Paessler Network Monitor PRTG ist ein mächtiges Werkzeug. Wir zeigen, wie's funktioniert.
Der Paessler Network Monitor PRTG ist ein mächtiges Werkzeug. Wir zeigen, wie's funktioniert. (Bild: Joos)

Mit der Software Paessler Network Monitor kön­nen Administratoren Server, Netz­werk­hard­ware, aber auch Serverdienste wie Exchange, VM­ware vSphere und Hyper-V effizient über­wa­chen. Sinnvoll ist die Lösung auch dann, wenn Server und Serverdienste auf mehrere Stand­orte verteilt sind. Das Produkt lässt sich bis zu 30 Tage kos­ten­los testen. Danach stehen die kos­ten­los­en Freeware-Funktionen zur Verfügung.

Neben der Möglichkeit Server, Netzwerk Hardware und Serverdienste im Unternehmen, auch an verteilten Standorten überwachen, können Administratoren mit Passler Network Monitor auch Cloud-Dienste wie Office 365 überwachen lassen. Treten Fehler auf, kann das Tool die entsprechenden Informationen in der Verwaltungskonsole anzeigen, aber auch E-Mails an Administratoren versenden.

In der neuen Version haben Administratoren darüber hinaus die Möglichkeit mobil auf die Informationen der Lösung zuzugreifen. Dazu stehen in den App-Stores für Andoid und iOS entsprechende Apps zur Verfügung. Setzen Unternehmen mehrere PRTG-Server an verschiedenen Standorten ein, lassen sich diese miteinander vernetzen. Durch die Verbindung mit einem der Server, lassen sich dann auch Informationen der anderen Server anzeigen.

Funktionsumfang von PRTG

Sobald Administratoren PRTG im Netzwerk installieren, wird zunächst ein lokaler Server installiert, sowie ein erster so genannter „Local Probe“. Dieser untersucht das Netzwerk auf kompatible Geräte und Server, und kann diese manuell aber auch automatisiert anbinden. Auf dem zentralen Server finden die Konfiguration der Umgebung statt sowie die Verwaltung über die Benutzeroberfläche. Auch die Benutzerverwaltung, die Datenbank, das Berichtswesen, sowie die Verwaltung der Alarme findet über den ersten Server statt.

Die eigentliche Überwachung findet über den „Local Probe“-Teil statt. Dazu verwendet die Funktion so genannte Sensoren. Sobald Server an die Umgebung angebunden sind, können Operatoren an diese Server so genannte Sensoren binden. Dadurch lassen sich nicht nur die Standardfunktionen von Servern überwachen, sondern auch spezielle Bereiche, wie zum Beispiel Postfach-Datenbanken bei Exchange oder Datenspeicher beim Einsatz von VMware vSphere.

Installation und Einrichtung – Sensoren konfigurieren

Nach der Installation konfigurieren Administratoren das Tool und lassen zum Beispiel die Domänencontroller und Exchange-Server in der Umgebung in verschiedenen Standorten überwachen. Auf der oberen Seite des Konsolen-Fensters lassen sich dazu die verschiedenen Bereiche konfigurieren. Wichtig ist die Anmeldung mit entsprechenden Benutzerkonten an den Servern zur Überwachung. Dazu steht der Menüpunkt „Geräte/Einstellungen“ zur Verfügung. PRTG kann verschiedene Anmeldeinformationen für die verschiedenen Serverlösungen speichern. Nach der Installation durchsucht PRTG zunächst das lokale Netzwerk nach passenden Geräten und bindet diese automatisch in die Überwachungs-Infrastruktur ein. Auf der Haupt-Seite sind alle Netzwerk-Geräte zu finden, die das Tool bereits automatisch erkannt hat (siehe Abbildung 1).

Mit dem Tool überwachen Administratoren auch virtualisierte Server-Umgebungen (siehe Abbildung 2) und auf Wunsch auch Office 365 oder Amazon Cloud-Dienste (siehe Abbildung 3). Nach der Einrichtung der Software konfiguriert man die Sensoren zur Überwachung.

Weitere Server anbinden und entferne Rechenzentren überwachen

Außerdem lassen sich weitere Server anbinden. Dadurch können auch verteilte Umgebungen effizient überwacht werden. Durch die Anbindung von „Remote-Probes“ können Administratoren PRTG-Server aus anderen Rechenzentren anbinden und deren Daten in die zentrale Überwachungslösung integrieren (siehe Abbildung 4). Diese Anbindung kann auch über Firewalls und das Internet hinweg erfolgen. Während der „Local Probe“ auf dem ersten PRTG-Server das lokale Netzwerk überwacht, kann der Remote-Probe die Server und Geräte am anderen Standort überwachen. Die gesammelten Daten werden anschließend an den zuerst installierten Server übertragen, dort analysiert, und entsprechend aufbereitet.

Die Datenübertragung findet natürlich verschlüsselt statt. Durch diese Technologie, lässt sich aber nicht nur ein Remote-Probe anbinden, sondern Unternehmen haben auch die Möglichkeit, zahlreiche Niederlassungen, Standorte oder Rechenzentren über verschiedene Firewalls und das Internet hinweg an einen zentralen PRTG-Server anzubinden. Die Entwickler zeigen diese Funktion auch in einem Online-Video.

Die Verbindung der verschiedenen Bestandteile erfolgt über den SSL-Port. Sie müssen also nicht zahlreiche verschiedene Ports auf ihren Firewalls öffnen, sondern nur eine SSL-Verbindung herstellen lassen. Standardmäßig erlaubt die Funktion nur die Verbindung zwischen Windows-Servern. Die Entwickler stellen aber auch so genannte Mini-Probes zur Verfügung, mit denen Unternehmen eigene Probes entwickeln und zur Verfügung stellen können. Zur Verbindung der verschiedenen Remote-Probes mit dem zentralen Server, kann auch ein Proxy-Server verwendet werden.

Über das Kontextmenü eines Servers fügen Administratoren neue Sensoren hinzu, zum Beispiel um spezielle Bereiche wie Exchange, SharePoint, VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V zu überwachen. Sobald Geräte angebunden sind, werden über Sensoren spezielle Bereiche überwacht, zum Beispiel der Postfachspeicher von Exchange-Servern oder der Datenspeicher von vSphere-Hosts.

Sobald ein spezieller Server ausgewählt wird, sind im unteren Bereich verschiedene Sensoren zu sehen, die mit dem Server verbunden werden und ihn überwachen können. Auf weiteren Fenstern können Administratoren dann auch Leistungsindikatoren einbinden und das Intervall der Überwachung festlegen. Das ist zum Beispiel bei der WMI-Überwachung interessant.

Im Anschluss werden die Sensoren hinzugefügt und unterhalb des Servers angezeigt. Nach einiger Zeit sehen Administratoren im Fenster auch den Status der Monitore. Auch die Websites von Clientzugriff-Servern können Administratoren überwachen, zum Beispiel OWA und das Exchange Admin Center.

Mit Sensoren das Netzwerk im Griff behalten

Sobald Administratoren die verschiedenen Geräte und unter Umständen auch entfernte Standorte angeboten haben, lassen sich in der Enterprise-Konsole alle angebundenen Geräte überwachen. In der Konsole auf den Menüpunkt „Geräte“ geklickt, sind alle gefundenen Geräte zu sehen. Wird wiederum auf ein einzelnes Gerät geklickt, zeigt PRTG alle Informationen zu dem jeweiligen Gerät an. Reichen die angezeigten Informationen der standardmäßig vorhandenen Sensoren nicht aus, lassen sich über die Schaltfläche „Sensor hinzufügen“ weitere Sensoren, speziell für dieses System anbinden.

Auf einer neuen Seite des Einrichtungsassistenten, wählen Administratoren zunächst aus was überwacht werden soll, um welches Zielsystem es sich handelt und welche Technologie auf dem Server installiert ist. Anschließend werden im unteren Bereich die passenden Sensoren angezeigt. Nachdem ein Sensor ausgewählt wurde, versucht PRTG aus den gesammelten Daten Informationen zu dem Sensor anzuzeigen. Gelingt das, lässt sich über einen Assistenten die Verwendung des Sensors weiter einrichten. Anschließend wird der neue Sensor in der Standard-Ansicht angezeigt (siehe Abbildung 5).

PRTG kann aber noch mehr Informationen anzeigen. Klickt ein Administrator auf einen einzelnen Sensor eines Servers, öffnet sich ein weiteres Fenster, das detaillierte Informationen zu diesem Sensor anzeigt. Hier ist zu sehen, warum Sensoren sinnvoll sind, da hier zahlreiche wichtige Informationen, zum Beispiel für den Datenverkehr angezeigt werden können. Sobald andere Probes angebunden sind, können Admins über diesen Weg – also zentral im Netzwerk – über alle Standorte verteilte Informationen anzeigen (siehe Abbildung 6).

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