Microsoft Operations Management Suite

Netzwerküberwachung aus der Cloud – auch kostenlos

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Die Microsoft Operations Management Suite ist ein mächtiges Monitoringwerkzeug. Wir zeigen, wie man es einsetzt.
Die Microsoft Operations Management Suite ist ein mächtiges Monitoringwerkzeug. Wir zeigen, wie man es einsetzt. (Bild: Joos)

Mit der Operations Management Suite bietet Microsoft eine umfassende Lösung zur Überwachung lokaler Netzwerke – aber auch für Cloud- und Hybrid-Cloud-Lösungen. Die Oberfläche ist webbasierend und sehr skalierbar. Außerdem können die Anzeigen recht einfach angepasst werden, was die Übersicht erhöht. Grundsätzlich lässt sich die Lösung sogar kostenlos nutzen.

Die Hauptaufgabe der Microsoft Operations Management Suite, als Software-as-a-Service-Angebot, (SaaS) besteht darin, dass Unternehmen in einer zentralen Überwachungs-Lösung ihre lokalen Server und Netzwerke überwachen können, gemeinsam mit Daten aus der Cloud. Derzeit lassen sich zum Beispiel noch Microsoft Azure und Amazon Web Services (AWS) überwachen. Die Microsoft Operations Management Suite ist dabei in der Lage, auch Ereignisanzeigen und Leistungsdaten von Servern zu erfassen. Natürlich können kleinere Unternehmen auch einzelne Server hinzufügen, System Center wird zwar unterstützt, ist aber keine Voraussetzung.

AD Replikation kostenlos überwachen und mehr

Mit der Operations Management Suite lässt sich auch die AD-Replikation kostenlos überwachen. Microsoft hat dazu die Funktionen des AD Replication Status-Tools in OMS integriert. Verwenden Unternehmen die kostenlose OMS-Lizenz, muss auf den Domänencontrollern nur der Agent für OMS installiert werden. Anschließend lassen sich Domänencontroller und deren AD-Replikation weiterhin kostenlos überwachen.

Aber auch Alarme, Inventarisierungen und ein Ticket-System lassen sich mit der Cloudlösung umsetzen. Die Umgebung lässt sich umfassend testen. In der Microsoft Operations Management Suite lassen sich aber nicht nur Windows-Systeme überwachen, sondern auch Linux-Server. Microsoft stellt dazu angepasste Agenten zur Verfügung. Zusätzlich lassen sich auch VMware und OpenStack mit Microsoft Operations Management Suite überwachen.

Microsoft Operations Management Suite kostenlos nutzen

Wem 500 MB tägliche Uploads der Protokolldateien ausreichen und wenn die Daten nur maximal sieben Tage zur Verfügung stehen sollen, dann kann die Microsoft Operations Management Suite auch kostenlos genutzt werden.

Sobald sich Administratoren an der Umgebung anmelden, wird der kostenlose Datenplan aktiviert. Das ist rechts oben im Fenster zu sehen (siehe Abbildung 1).

Wenn die Umgebung einsatzbereit ist, lassen sich auch kostenlose Überwachungen durchführen, zum Beispiel die Replikations-Überwachung von Active Directory. Auf Wunsch lässt sich der Funktionsumfang der Umgebung jederzeit anpassen. Die Preise und der Funktionsumfang der einzelnen Pakete listet Microsoft auf einer eigenen Seite auf.

Hauptaufgaben der Operations Management Suite

Die Aufgaben der Microsoft Operations Management Suite lassen sich vor allem in vier Bereiche unterteilen. Zunächst lassen sich mit der Suite alle Protokolle der Server umfassend auswerten und analysieren. Die Protokolle werden in Echtzeit ausgewertet und in Dashboards zur Verfügung gestellt. Der Vorteil: damit lassen sich auch Informationen erkennen und auswerten, die in Lösungen wie System Center derzeit keine Beachtung finden.

Der zweite wichtige Bereich ist die Überwachung und Konfiguration von Servern. Administratoren können mit Microsoft Operations Management Suite die Verfügbarkeit von physischen und virtuellen Servern sicherstellen. Hier lassen sich aber auch Replikate von Servern zentral steuern und überwachen, zum Beispiel die Replikation in Microsoft Azure, aber auch mit EMC oder NetApp.

Der dritte Bereich ist das Automatisieren von Verwaltungsaufgaben für bestimmte Server. Auch hier können alle angebundenen Ressourcen gesteuert werden. Schlussendlich spielt auch die Überwachung und Steuerung der Sicherheit eine wichtige Rolle. Updates lassen sich zentral steuern, und zwar für Windows- und Linux-Server. Auch die Überwachung der Patch-Installationen kann mit der Operations Management Suite durchgeführt werden.

Verwaltung mit Weboberfläche und mobiler App

Die Weboberfläche bietet eine einfache Abfragesprache und umfassende Filter, um sich genau die Daten anzeigen zu lassen, die aktuell von Interesse sind. Jeder Administrator, der im Unternehmen die Funktionen der Operations Management Suite nutzt, kann ein eigenes Dashboard erstellen. Neben dem Zugriff über das Webinterface, stellt Microsoft auch Apps zur Verfügung, mit denen sich die Umgebung auch unterwegs über Smartphones und Tablets nutzen lässt. Die Apps stehen kostenlos im jeweiligen App-Store zur Verfügung.

Über die Solutions Gallery in der Oberfläche werden die verschiedenen Überwachungs-Lösungen angebunden, die genutzt werden sollen. Viele der hier angezeigten Funktionen, zum Beispiel der AD Replication Status, stehen kostenlos zur Verfügung (siehe Abbildung 2). Sobald eine Überwachung in die Oberfläche integriert wurde, stellt diese Informationen der angebundenen Systeme zur Verfügung. Diese lassen sich aber auch gezielt abfragen. Dazu stehen verschiedene Filter zur Verfügung, und die Möglichkeit mit einer eigenen Abfragesprache Informationen anzuzeigen (siehe Abbildung 3).

Server und Systeme anbinden

In den Einstellungen der Operations Management Suite werden die hinzugefügten Solutions zur Überwachung angezeigt. Hier können die jeweiligen Überwachungsbereiche auch wieder entfernt werden. Über die Einstellungen werden darüber hinaus die überwachten Systeme angebunden. Dazu stellt die Operations Management Suite verschiedene Agenten zur Verfügung. Diese werden auf den Ziel-Servern installiert (siehe Abbildung 4). Im Rahmen der Einrichtung müssen auch die ID für die Anbindung an die Management Suite und der jeweilige Schlüssel kopiert und bei der Installation des Agenten in das Fenster eingefügt werden. Auf dem Server selbst wird der Agent über die Systemsteuerung konfiguriert. Die Einstellungen dazu sind unter „Microsoft Monitoring Agent“ zu finden.

Im Agenten werden verschiedene Einstellungen vorgenommen. Vor allem die Registerkarte „Azure Operational Insights“ ist wichtig. Hier wird die Anbindung an die Operations Management Suite aktiviert. Die Daten für die Arbeitsbereich-ID und den Arbeitsbereich-Schlüssel sind beim Herunterladen der Agenten zu finden (siehe Abbildung 4). Sobald die Anbindung erfolgreich vorgenommen wurde, wird im Agenten die Anbindung an die Management Suite angezeigt (siehe Abbildung 5).

Sobald die Anbindung erfolgreich abgeschlossen wurde, wird der neue Server auch in der Weboberfläche der Operations Management Suite angezeigt. Dazu wird auf der Startseite auf die Kachel „Settings“ geklickt (siehe Abbildung 6).

Protokolle und Überwachung konfigurieren

Nachdem Server erfolgreich angebunden sind, besteht der nächste Schritt darin festzulegen, was alles überwacht werden soll. Bis erste Daten angezeigt werden, kann es über einen Tag dauern. Welche Protokolle OMS überwachen soll, wird über die Settings-Kachel festgelegt. Über die Settings-Kachel sind zunächst die hinzugefügten Solutions zu finden (siehe Abbildung 7). Natürlich lassen sich jederzeit weitere Bereiche hinzufügen.

Über den Menüpunkt „Connected Sources“ stehen die Agenten zur Anbindung einzelner Server oder ganzer Gruppen in System Center Operations Manager zur Verfügung. Diese lassen sich aber nicht kostenlos überwachen. Hier ist auch zu sehen wie viele Server bereits angebunden sind. Durch einen Klick auf den Link mit den verbundenen Servern, sind deren Namen zu sehen sowie weitere Informationen (siehe Abbildung 8).

Über den Menüpunkt „Data“ wird ausgewählt, welche Informationen von den Servern ausgelesen werden sollen. Über das Plus-Zeichen lassen sich die Ereignisanzeige in OMS integrieren, zum Beispiel „System“ und „Application“, aber auch andere Inhalte von Protokollen (siehe Abbildung 9).

Über den Menüpunkt „Accounts“ lassen sich Benutzer hinzufügen, die Zugriff auf die Überwachungsdaten haben. Außerdem können hier nicht mehr benötigte Workspaces innerhalb der Umgebung gelöscht werden.

Daten auslesen und Informationen erweitern

Sobald die Server am jeweiligen Workspace angebunden sind und Daten übertragen, lassen sich über den Menüpunkt „Solutions Gallery“ jederzeit weitere Überwachungs-Bereiche integrieren. Diese werden automatisch auf der Startseite angezeigt, sobald sie hinzugefügt wurden. Entfernen lassen sich die Solutions über die Settings-Kachel. Durch einen Klick auf „Logs Search“ können die konfigurierten Protokolle durchsucht werden, sobald diese vom Server an OMS übertragen wurden. Über einen Klick auf „Add“ unten im Fenster, können weitere Protokolle und Daten eingelesen werden (siehe Abbildung 10).

Über einen Klick auf „My Dashboard“ können sich Administratoren eine eigene Oberfläche mit den Informationen zusammenklicken, die benötigt werden. Über „Add“ werden neue Felder hinzugefügt, mit Edit können diese bearbeitet werden.

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