Zubringertechnologie für Front- und Backhaul

Huawei präsentiert X-Ethernet für 5G

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Mit X-Ethernet optimiert Huawei die Netzwerke zu Basisbandeinheiten (BBU) und Remote Radio Heads (RRH).
Mit X-Ethernet optimiert Huawei die Netzwerke zu Basisbandeinheiten (BBU) und Remote Radio Heads (RRH). (Bild: Huawei)

Mit X-Ethernet will Huawei Front- und Backhaul von Mobilfunknetzen für die Anforderungen von 5G fit machen. Der Ansatz verspricht deterministisch niedrige Latenzen und ein End-to-End-Network-Slicing.

Für 4G und 4.5G habe sich Ethernet als einfache, effektive und ökonomische Zubringertechnologie bewiesen – sagt Huawei, betont jedoch zugleich: Mit den Schlüsselszenarien von Mobilfunknetzen der kommenden Generation werden Anforderungen an Durchsatz und Latenz steigen. Um diese zu bedienen hat der Hersteller Anfang Dezember auf dem ITU-T 2020 FG Workshop and Demo Day die X-Ethernet-Technologie vorgeschlagen.

Der Ansatz soll die bestehenden Vorzüge von Ethernet bewahren, gleichzeitig aber Fronthaul/Backhaul-Konvergenz, in sich abgeschlossene Services und niedrige Latenzen ermöglichen. Folgende drei Leistungsmerkmale stellt Huawei heraus:

  • Einen Layer-1,5-Switch, der auf dem nativen Ethernet-Kern basiert. Damit sei die Lösung zwar kompatibel mit traditionellem Ethernet – könne aber auch die Paketspeicherung und -weiterleitung auf Layer 2 und 3 umgehen; das garantiere dann eine reproduzierbar geringe Latenz.
  • Eine „Hybrid Multiplex technology“ soll Charakteristika von Zeitmultiplexverfahren (TDM, feste Zeitschlitze) mit Ethernet Paket-Multiplexing (hohe Netzwerkeffizienz) kombinieren. Hierfür hat Huawei die „Ethernet code block function“ erweitert.
  • Einen speziellen Algorithmus zur Pfad-Optimierung. Auf Layer 1,5 sollen durchgehende „Flexible Hard Pipe[s]“ aufgebaut werden; als Anwendungen hierfür nennt Huawei „service isolation“ und „network slicing in the 5G era“.

Huawei beteiligt sich als Mitglied der IMT-2020 Focus Group (IMT-2020 = International Mobile Telecommunications for 2020) an der Entwicklung eines 5G-Zubringernetzes. Dabei gibt sich der TK-Ausrüster betont offen für die Zusammenarbeit mit weltweiten Partnern.

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