Mobile Feldtests, Slicing-Router sowie Cloud- und Core-Netze

Huawei geht mit 5 Gbit/s ins 5G-Netz

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Gemeinsam mit dem DLR hat Huawei in München untersucht, wie 5G das autonome Fahren voranbringen kann.
Gemeinsam mit dem DLR hat Huawei in München untersucht, wie 5G das autonome Fahren voranbringen kann. (Bild: © - fotohansel - Fotolia.com)

Auf dem MWC 2017 berichtete Huawei von erfolgreich abgeschlossenen 5G-Feldtests mit mobilen Endgeräten. Für die Implementierung passender Netze präsentierte der Ausrüster zudem CloudMetro Solution, Network Slicing Router und Service-Oriented Core 2.0.

Verschiedenste Anwendungen und Ausrüstungen für kommende 5G-Netze hat Huawei auf dem Mobile World Congress 2017 (MWC 2017) in Barcelona vorgeführt. Dabei präsentierte sich das Unternehmen nicht nur als bloßer Anbieter, sondern auch als strategischer Partner.

Anwendungen

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat Huawei im Vorfeld des MWC 2017 auf einer Teststrecke in München untersucht, was 5G für das kooperative, automatisierte Fahren leisten kann – als Alternative zur bislang verwendeten WLAN-Technik nach IEEE 802.11p. Ausgiebig erprobt wurde dabei sowohl der Informationsaustausch zwischen einer 5G-Basisstation und Fahrzeugen (V2N) als auch die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander (V2V). Ergebnis: 5G-Verbindungen mit „ultra-low-latency“ könnten das Risiko von Kollisionen minimieren.

Bei einem Feldtest in Peking hat Huawei derweil mobile 5G-Terminals ausprobiert, deren Äußeres regulären Telefonen wohl schon recht nahe kam. Die batteriebetriebenen Prototypen nutzten eine Bandbreite von 200 MHz im 3,5-GHz-Spektrum, um Downlinks mit bis zu fünf Gbit/s zu realisieren. Als Gegenstelle kamen dabei Makro-Basisstationen mit Massive-MIMO zum Einsatz.

Ausrüstung

Neben Terminals hat Huawei auch weiteres Equipment vorgestellt, mit dem Netzwerkbetreiber ihre Infrastrukturen für kommende Anforderungen rüsten. Eine CloudMetro-Lösung macht Cloud-Technologien demnach für Metronetze verfügbar und ermögliche damit Ressourcen-Pooling, Service-Agilität, Betriebsautomatisierung sowie offene Plattformen.

Darüber hinaus will Huawei den branchenweit ersten 5G-Network-Slicing-Router anbieten, der die beste Anwendungserfahrung für Carrier-Unternehmen ermögliche. Über diese Slices können jedem einzelnem Dienst unabhängige logische Netze zugewiesen werden. Der Router biete einen 50-GE-Zugang zu Basisstationen und sei auch mit 100GE kompatibel.

Als weitere Premiere bewirbt Huawei die nach eigenem Bekunden weltweit erste 5G-Kernlösung für den kommerziellen Einsatz: Der Service-Oriented Core 2.0 (SOC 2.0) ermögliche den Zugriff auf 5G-Netze sowie alle Dienste in 5G – und soll laut Anbieter auch On-Demand-Dienstleistungen für alle vertikalen Branchen ermöglichen.

Partnerschaften

Dem Motto „Open ROADS to a Better Connected World“ folgend hat Huawei zudem verschiedene Ausstellungen, Keynotes und Branchenforen organisiert. Unter dem Dach präsentierten sich 100 Netzbetreiber und Partner mit Innovationen und Ideen, die gemeinsam mit Huawei entwickelt wurden.

Im Rahmen des Digital Tranformation Forums zielte der Anbieter zudem auf entstehende Märkte. Als vielseitiger, strategischer Partner wolle man Schwellenländern helfen, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung voranzubringen.

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