Aagon Client Management im Einsatz bei WISI Communications

Heterogene Rechnerlandschaft im Griff

| Autor / Redakteur: Karin Winkler / Andreas Donner

WISI Communications ist auf CATV-Technik, Empfangs- und Verteiltechnik, Mobile Kommunikation und Hochfrequenz-Steckverbindungen spezialisiert.
WISI Communications ist auf CATV-Technik, Empfangs- und Verteiltechnik, Mobile Kommunikation und Hochfrequenz-Steckverbindungen spezialisiert. (Bild: © psdesign1 - stock.adobe.com)

Eine heterogene Rechnerlandschaft technisch aktuell zu halten, erfordert dicke Sohlen an den Turnschuhen der IT-Admins. Bei WISI Communications, Systemanbieter von Empfangs- und Verteiltechnik, mobiler Kommunikation und Hochfrequenz-Steckverbindern, dürften die Sneaker künftig etwas länger halten: Mit der ACMP Suite von Aagon regelt das IT-Team die meisten Aufgaben nun von zentraler Stelle aus.

Es sind leistungsfähige und rechenintensive CAD-Programme, mit denen die rund 30 Konstrukteure bei WISI jene Kommunikationsanlagen entwerfen, für die das Unternehmen bekannt ist. Ihre Einrichtung und Wartung übernimmt die Konstruktionsabteilung in Eigenregie bzw. mit Unterstützung externer Berater. Die zentrale IT-Abteilung hat damit also kaum etwas zu tun.

Das ist gut so, denn auch abseits davon treten täglich zahlreiche kleine Computerprobleme auf, mit denen sich IT-Administrator Nicolai Schwende und seine Kollegen befassen müssen. Sie betreffen die Standardprogramme, die auf allen 380 zum Netzwerk gehörenden Windows-PCs und -Notebooks in der Firmenzentrale in Niefern sowie den Außenstandorten in Nürnberg, Breisach, Wettolsheim (Frankreich) und Stanislav (Polen) installiert sind: Acrobat Reader, Flash Player, Photoshop, Firefox, Chrome etc. Sie gab es in der Vergangenheit in einer mannigfaltigen Ausprägung an Versionen. Denn bei WISI wurden nie strategisch große Stückzahlen baugleicher Rechner bestellt, sondern man beschaffte, was gerade benötigt wurde. So finden sich im Unternehmen fast alle Marken, und so gut wie jeder Kollege hat seinen individuellen Client.

Behebung auch einfacher Fehler war aufwändig

Nicolai Schwende: „Das machte die Behebung einfacher Fehler bislang zur aufwändigen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Meldete ein Kollege, dass er kein PDF mehr erstellen kann, mussten wir regelmäßig den Rechner an Ort und Stelle in Augenschein nehmen. Wir prüften die Acrobat-Version und konnten erst daraufhin mit Diagnose und Fehlerbehebung beginnen – in der Regel war ein Software-Update aufzuspielen. Das war Turnschuh-Administration, wie sie jeder ITler kennt.“

Um sich als vierköpfige IT-Abteilung dringenderen Arbeiten widmen zu können, fiel im Frühjahr 2016 die Entscheidung, ein Client-Management-System für automatische Softwareverteilung und Lizenzverwaltung einzuführen. „Nach umfassender Marktanalyse war die ACMP Suite für uns das Produkt der Wahl“, sagt Nicolai Schwende. „Uns gefiel der Aufbau am besten, die Art und Weise, wie Updates über eine aufgeräumte Oberfläche verteilt werden und wie die Fehleranalyse arbeitet. Man versteht schnell, wie es funktioniert. Und das bei einem überzeugenden Preis.“

Initiale Bestandsaufnahme

„Zunächst installierten wir ACMP Inventory – um zu prüfen, wie viele Clients wir überhaupt genau haben“, berichtet IT-Administrator Ralf Nowak. Manche im Schrank verstauten Notebooks waren bis dahin gar nicht im System erfasst. Ein Client-Management-Projekt beginnt also stets mit einer ordentlichen Bestandsaufnahme. Hierbei zeigt sich rasch, wo die ältesten Programme installiert sind und die Bereinigung beginnen muss. In der Regel kümmern sich Anwender nicht um die Softwarepflege auf ihren Rechnern. Dass es dann früher oder später hakt, ist unvermeidlich.

Schritt für Schritt führte WISI nach der Inventur das Client-Management-System ACMP Desktop Automation ein, zunächst an den Rechnern in der Zentrale mit zwei bis drei Paketen pro Woche, anschließend waren die Außenstandorte an der Reihe. „Die Aagon-Techniker haben uns einige Tipps gegeben und die Datenbank eingerichtet, aber im Grunde kann man das Client Management im Alleingang installieren und betreiben“, so Ralf Nowak. „Mit dem Support hatten wir bislang zwei- bis dreimal Kontakt und bekamen innerhalb weniger Stunden Feedback.“

Mittlerweile sind auf allen Firmen-Rechnern dank automatischer Softwareverteilung identische Release-Stände installiert. „Alle haben die gleiche Version, und wir können bei Problemen die Ursachen viel schneller herausfinden“, erklärt Nicolai Schwende. „Wenn wir heute einen neuen Rechner anschaffen und an ACMP Desktop Automation anschließen, ist er in zwei Minuten mit sämtlicher Standardsoftware betankt, die er benötigt. Früher hat uns dieser initiale Vorgang eine ganze Stunde gekostet!“

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Kein OS Deployment

Derzeit kommt das OS Deployment von Aagon bei WISI noch nicht zum Einsatz. Grund ist der hohe Variationsgrad der Clients, auf denen jeweils andere Treiber zu installieren wären, damit Windows automatisch lädt. Eine Automatisierung lohnt sich aus Sicht des IT-Teams erst bei mindestens 50 identischen Rechnern. Hier geht WISI folglich noch per Turnschuh-Administration vor und installiert neue Windows-7-Clients per Hand, während Patches und Updates per WSUS-Server verteilt werden.

Lizenzen verwalten und Schwachstellen aufspüren

Mit einer eigenentwickelten Datenbank verwaltet WISI derzeit noch die Softwarelizenzen. Sie soll jedoch abgeschafft werden, da sie veraltet und nicht mehr weiterentwickelbar ist. Die Lizenzverwaltung soll künftig mit dem neuen Software Asset Management von Aagon erledigt werden. Dort ist es möglich – wie in der alten Datenbank –, Lizenzen bestimmten Usern zuzuweisen.

Geplant ist ferner der Einsatz des neuen ACMP Schwachstellenmanagements von Aagon. „Davon versprechen wir uns eine weitere Übersicht über die Clients, gerade was Schwachstellen wie offene Ports und sonstige Einfallstore angeht“, erklärt Nicolai Schwende. Die bestehende Überwachung durch ACMP Desktop Automation will man auf diese Weise ausbauen. Mit dem VUM-Modul will das IT-Team Schwachstellen der Clients identifizieren und verhindern, dass Viren und Trojaner über ungewollt offene Ports eindringen. Die ACMP-Lösung geht damit über die bereits eingesetzte Virenschutzsoftware noch einmal hinaus.

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