Technische Lösungen allein erzeugen keine anforderungsgerechten Planungsprozesse

Häufig Defizite in den Prozessen zur Unternehmensplanung

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Peter Schmitz

Die Berater von Actinium Consulting empfehlen Unternehmen, ihre Planungsprozesse regelmäßig zu überprüfen.
Die Berater von Actinium Consulting empfehlen Unternehmen, ihre Planungsprozesse regelmäßig zu überprüfen.

In den Prozessen der Planungsaufgaben in den Unternehmungen herrscht nach den Beobachtungen von Actinium Consulting häufig keine durchgängige Qualität. Die Unternehmensberatung empfiehlt deshalb in regelmäßigen Abständen ein Review der Planungsprozesse.

Unzureichend genaue Planungsdaten können nach Ansicht von Actinium Consulting zu Fehlentscheidungen oder deutlichen Schwächen in der Effizienz und Integration der einzelnen Planungsbereiche führen. Dazu gehören typischerweise die Finanz-, Absatz- und Investitionsplanung, Budgetierung, Produktionsplanung und Forecasting oder auch die Projektplanung. Hinter jeder dieser Planungsfunktionen verbirgt sich im Regelfall ein komplexer Prozess, dessen Gestaltung sich präzise aus den strategischen Zielen des Unternehmens und dem jeweiligen betrieblichen Umfeld ableiten muss.

Valide Zahlen und Maßnahmen

„Es besteht eine sehr hohe Dynamik in allen Wettbewerbsmärkten, deshalb können falsche Annahmen und Ziele als Folge unzureichender Planungsprozesse den Unternehmenserfolg gefährden, ohne dass dies rechtzeitig erkannt wird“, problematisiert Actinium-Geschäftsführer Klaus Hüttl. Auch ein Ungleichgewicht in der Qualität der verschiedenen Planungsprozesse führe häufig zu Unternehmensentscheidungen ohne sicheres Fundament. Es müsse eine hohe Plausibilität und Validität der Zahlen und Maßnahmen geschaffen werden, weil sie erfolgskritisch für Entscheidungen und die Umsetzung von Unternehmenskonzepten seien. „Deshalb reicht es nicht aus, über den Einsatz technischer Lösungen für die Planungsrechnungen und das Reporting zum Ziel gelangen zu wollen, sondern ebenso entscheidend sind die Planungsverfahren.“

Dazu gehören seinen Aussagen zufolge auch Methoden zur Koordination verschiedener Teilpläne, die notwendig würden, wenn nicht alle Planungsaufgaben aus zeitlichen, inhaltlichen und personellen Gründen parallel durchgeführt werden könnten. Aber auch die Ableitung der operativen Planung aus der strategischen Planung würde eine typische Herausforderung darstellen. „Allein diese Aspekte zeigen, dass integrierte Planungsverfahren entwickelt werden müssen, die aber keine Diskrepanzen in der Qualität der verschiedenen Planungsprozesse aufweisen dürfen“, urteilt der Actinium-Geschäftsführer.

Transparente Abhängigkeiten und Wirkungsverhältnisse

Doch das sei nach Aussage des Consultants nicht die einzige Anforderung an die Planungsprozesse, sondern es gelte auch inhaltlich verschiedene Prinzipien für eine erfolgsorientierte Unternehmensplanung zu berücksichtigen. Dazu gehört beispielsweise, dass auf der Ebene der verschiedenen Planungsparameter die gegenseitigen Abhängigkeiten und Wirkungsverhältnisse transparent werden und sich in den Planungsmodellen die erfolgskritischen „Stellschrauben“ ermitteln lassen. Aber auch die Frage, welches Analysetool zu den individuellen Anforderungen passt, ist Hüttls Worten zufolge alles andere als eine Nebensächlichkeit, weil es die unternehmensindividuellen Erfordernisse präzise abbilden müsse.

„Unserer Erfahrung nach haben die Schwächen in den Prozessen zur Unternehmensplanung sehr vielfältige Ursachen. Notwendig ist deshalb zunächst eine systematische Analyse, um einen bedarfsorientierten und zukunftsgerichteten Wege zu konzipieren, der schnelle Ergebnisse und nachhaltige Erfolge gewährleistet“, so der Consultant. Er empfiehlt, in regelmäßigen Abständen ein Review der Planungsprozesse vorzunehmen. „Sowohl die Wettbewerbsbedingungen als auch die internen Verhältnisse verändern sich permanent. Dieser Wandel muss sich auch kontinuierlich in den Prozessen widerspiegeln.“

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