IP-Adressen, DynDNS, Repeater und Band Steering nutzen

Fritz!Box-Einsatz im Home-Office und in Büros

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Andreas Donner

Die Fritz!Box von AVM kann auch in kleineren Unternehmen und in Home-Offices sehr gut eingesetzt werden.
Die Fritz!Box von AVM kann auch in kleineren Unternehmen und in Home-Offices sehr gut eingesetzt werden. (Bild: AVM)

Die eigentlich für den Consumer-Markt konzipierten DSL-Router des Typs Fritz!Box von AVM verfügen über einen derart enormen Funktionsumfang, dass die Geräte auch gerne in Home-Offices, kleinen Büros, Kanzleien und Praxen eingesetzt werden können. Zudem können hier auch weniger geübte Anwender einiges aus der Fritz!Box herausholen.

Die Einrichtung von AVM Fritz!Boxen erfolgt normalerweise über einen Assistenten. Sobald die Box im Netzwerk integriert ist, können Anwender die Weboberfläche der Fritz!Box mit der Adresse http://fritz.box aufrufen. Im Rahmen der ersten Anmeldung muss ein Kennwort eingegeben werden, mit dem die Anmeldung erfolgt. Wenn der entsprechende PC mit einem Kabel direkt mit der Fritz!Box verbunden ist, lässt sich das Gerät auch mit der Adresse http://169.254.1.1 aufrufen.

Fritz!Box als Mediaserver nutzen – Playlists erstellen

Eine AVM Fritz!Box ist aber nicht nur als DSL-Router oder als Firewall einsetzbar, sondern lässt sich auch als Mediaserver nutzen. Speichern Anwender Musikdateien auf Basis von MP3 auf einem mit der Fritz!Box verbundenen USB-Speicher, lässt sich der Router auch als Mediaserver betreiben. In der Weboberfläche lassen sich Playlists einrichten, die der Server im Netzwerk streamen kann. Zusätzlich unterstützt die Fritz!Box auch Cloudspeicher zum Einbinden von Daten in das interne Netzwerk.

Um eine Fritz!Box als Mediaserver zu nutzen, muss über „Heimnetz\Speicher“ zuerst der Datenspeicher auf der Fritz!Box sowie der externe Datenspeicher aktiviert werden (siehe Abbildung 1). Anschließend kann über den Bereich „Heimnetz\Mediaserver“ die Media-Funktion aktiviert werden (siehe Abbildung 2). Playlists lassen sich am besten mit externen Programmen erstellen, zum Beispiel „oddgravity Playlist Creator“. Die Playlist wird am besten zusammen mit den MP3-Dateien im Speicher auf der Fritz!Box abgelegt. Wichtig ist, dass in der Playlist als Verzeichnisname auch der Speicherort der Dateien auf der Fritz!Box verwendet wird. Hier sollte am besten mit relativen Pfadnamen gearbeitet werden also mit \\<Name der Freigabe>\<Verzeichnis>\<MP3-Datei>.

Für Musikdateien werden folgende Dateiformate unterstützt: 3GP*, AAC*, AC3*, AIF*, ASF, FLAC*, Karaoke CDG/BIN*, LPCM*, M4A*, MKA*, Monkey Audio* (APE), MPA*, MP1*, MP2*, MP3, Musepack Audio* (MPC), Ogg Vorbis*, Real Audio*, WAV*, Wavpack* und WMA.

Fritz!Box Band Steering – WLAN aufbohren

Das aktuelle Fritz!OS unterstützt jetzt auch Band Steering https://avm.de/fritz-labor/fritzbox-7490/neues-verbesserungen/band-steering. Bei dieser Technik steuert die Fritz!Box, in welchem Band kompatible WLAN-Geräte eingebucht werden (2,4 GHz und 5 GHz) (siehe Abbildung 3). Ist die SSID des 2,4-GHz-Netzes in der Fritz!Box identisch zur SSID des 5-GHz-Netzwerks, haben sich WLAN-Geräte bis dato in dem zuerst verfügbaren Band/Netz eingebucht und dieses auch nicht mehr verlassen. Da die Reichweite des 2,4-GHz-Bandes deutlich größer ist als die des 5-GHz-Bandes, war es bei identischen SSIDs ohne Band Steering praktisch unmöglich, Dual-Band-fähige Geräte dazu zu bewegen, sich in das schnellere 5-GHz-Band einzubuchen. Folglich wurde in vielen Netzen mit unterschiedlichen SSIDs für beide Bänder gearbeitet, und das Umbuchen der Geräte manuell ausgelöst.

Band Steering ermöglicht es nun, Geräte je nach Netzauslastung, Bandbreitenanforderung und Entfernung in das jeweils beste Band einzubuchen und das Band On-the-Fly zu wechseln, wenn die Anforderungen sich ändern. Der Vorgang wird dabei vollständig von der Fritz!Box kontrolliert und transparent im Hintergrund durchgeführt.

Fritz!Box als Repeater nutzen

Reicht die Reichweite des Fritz!Box-WLANs nicht aus, lässt sich die Reichweite mit einem Repeater erweitern. Dazu wird der Repeater in einem Bereich positioniert, der über eine gute WLAN-Anbindung verfügt. Die WLAN-Geräte können dann noch weiter von der Fritz!Box entfernt sein. Die Fritz!Box lässt sich in einem solchen Szenario als Basis-Station betreiben (siehe Abbildung 4), aber auch als Repeater, der mit einer weiteren Fritz!Box verbunden ist (siehe Abbildung 5). Die Einstellungen dazu sind über „WLAN\Repeater“ zu finden (siehe Abbildungen 4 und 5). Um eine Repeater-Topologie zu nutzen, muss das WLAN der Basis-Station verschlüsselt sein. Der Netzwerkschlüssel des Basis-WLANs muss bei „WLAN\Repeater“ eingetragen wegen.

IP-Adresse der Fritz!Box verwalten

Die IP-Adresse der Fritz!Box lässt sich anpassen. Auch das Subnetz, das eine Fritz!Box nutzt, ist anpassbar. Standardmäßig verwenden Fritz!Boxen ein C-Klasse-Subnetz (255.255.255.0). Es besteht aber die Möglichkeit auf ein B-Klasse-Netzwerk (255.255.0.0) umzustellen, damit mehr IP-Adressen verfügbar sind. Damit die IP-Adresse umstellbar ist, muss die erweiterte Ansicht der Weboberfläche aktiviert werden. Die Einstellungen dazu nehmen Sie im oberen rechten Bereich im Logou-Menü der Weboberfläche vor (siehe Abbildung 6).

Die Netzwerkeinstellungen sind in der erweiterten Ansicht über „Heimnetz\Heimnetzübersicht“ auf der Registerkarte „Netzwerkeinstellungen“ zu finden. Durch einen Klick auf die Schaltfläche „IPv4-Adressen“ im Bereich „IP-Adressen“ lassen sich die Netzwerkeinstellungen der Fritz!Box konfigurieren (siehe Abbildung 7). Hier lassen sich IP-Adressen, Subnetzmaske und DNS-Server anpassen. Auch der IP-Bereich des DHCP-Servers und dessen Leasedauer kann hier festgelegt werden.

Dyndns Fritz!Box – Namensauflösung über das Internet

Wer seine Fritz!Box über das Internet erreichen will, kann dynamische DNS-Dienste dazu verwenden, immer die sich ändernde IP-Adresse der Fritz!Box im Internet mit einer benutzerdefinierten URL zu verknüpfen, sodass die Fritz!Box unabhängig von der tatsächlichen URL immer über diese Adresse erreichbar ist.

Die Einstellungen dazu sind über „Internet\Freigaben\DynDNS“ zu finden (siehe Abbildung 8). Wer auf AVM-DSL-Router setzt, kann den kostenlosen Dienst MyFritz! verwenden. Dieser muss auf der Weboberfläche der FritzBox nur einmal eingerichtet werden und steht kostenlos zur Verfügung.

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