Auf Trends wie BYOD rechtzeitig reagieren

Enterprise Mobility – Was in den Fokus der Unternehmen rücken sollte

| Autor / Redakteur: Von Jennifer Waldeck, Research Analystin bei IDC in Frankfurt / Harry Jacob

Jennifer Waldeck, Research Analystin bei IDC in Frankfurt
Jennifer Waldeck, Research Analystin bei IDC in Frankfurt (Bild: IDC)

Für Anwenderunternehmen hat IDC auf Basis der Studie „Managing Mobile Enterprises – Unternehmen im Spannungsfeld von Mobilität, Collaboration und Consumerization (BYOD) in Deutschland 2012“ Handlungsempfehlungen formuliert.

Die IDC-Studie „Managing Mobile Enterprises – Unternehmen im Spannungsfeld von Mobilität, Collaboration und Consumerization (BYOD) in Deutschland 2012“ zeigt, dass deutsche Unternehmen sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Thema Enterprise Mobility auseinander gesetzt haben. Bereits heute haben IT-Abteilungen zahlreiche Lösungen implementiert, die mobile Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag unterstützen sollen. Aber auch in den nächsten Monaten sollte noch einiges auf der Agenda der Firmen stehen.

Durchschnittlich 54 Prozent der Belegschaft in Unternehmen arbeiten zumindest hin und wieder mobil. Diese Mitarbeiter können nicht immer auf die stationäre Infrastruktur des Unternehmens zurückgreifen und sind häufig zusätzlich oder sogar ausschließlich auf mobile Lösungen angewiesen.

Deshalb haben bereits 40 Prozent der Unternehmen eine Mobility-Strategie implementiert, während die anderen dies bereits planen. Doch dies ist erst der erste Schritt auf dem Weg zu einem effizienten Mobile Enterprise.

Der Anfang: Eine ganzheitliche Mobility-Strategie

Mobility ist ein Thema, das IT-Abteilungen aktiv angehen sollten. Die Implementierung einer ganzheitlichen Mobility-Strategie ist ein wichtiger Schritt. Grundlegend dafür sind eine Bedarfsanalyse und die Festlegung der Anforderungen an ein Mobile Enterprise.

Die Bedarfsanalyse beinhaltet die Aufstellung von Mitarbeiterprofilen, in denen festgehalten ist, wie hoch der Mobilitäts- und Informationsbedarf verschiedener Mitarbeitergruppen ist. Diejenigen, die erhöhten Bedarf an sensiblen Unternehmensdaten haben, brauchen andere mobile Lösungen als solche, die nur hin und wieder außerhalb des Büros arbeiten.

Im Zuge der Festlegung der Anforderungen ist es wichtig, zunächst ein Ziel zu formulieren, denn ohne ein solches hat die beste Strategie keinen Wert, da sie eventuell nicht auf die Besonderheiten des Unternehmens ausgelegt ist. Dieses wird wegweisend sein für die Implementierung einer offiziellen Mobility-Strategie.

Mobility aktiv voran treiben

Die rasante Entwicklung von mobilen Technologien im Konsumentenmarkt forciert auch die Entwicklung von Unternehmenslösungen. Viele Mitarbeiter werden immer technologieaffiner und wollen die Möglichkeiten, die sie privat haben, auch im Beruf nutzen.

Wenn IT-Abteilungen darauf reagieren und den Markt beobachten, ist die Basis geschaffen, um Lösungen zu implementieren, ehe die Mitarbeiter eigenmächtig handeln und ihre persönlichen Geräte im Berufsalltag verwenden – und damit die IT-Sicherheit gefährden. Neben der Gewährleistung von IT-Sicherheit und Compliance kann dadurch gleichzeitig die Zufriedenheit der Anwender erhöht werden.

Sensibilisierung der Mitarbeiter für IT-Sicherheit

Mitarbeiter sind ein zentraler Baustein, wenn es um die Mobilität im Unternehmen geht. Daneben betrachten Unternehmen die Anwender aber auch als ein schwaches Glied innerhalb der Security-Kette. Und tatsächlich entstehen viele Sicherheitsrisiken durch die Anwender innerhalb eines Unternehmens – sie setzen IT-Sicherheit voraus, wollen aber selbst keine Verpflichtungen haben, die zur Minderung ihrer Produktivität führen könnten.

Unternehmen sollten deshalb Sicherheitskonzepte formulieren, die nicht von den Mitarbeitern unterwandert werden. Die Nachvollziehbarkeit der Konzepte seitens der Nutzer sollte ein wesentlicher Bestandteil der Strategie sein.

Die Akzeptanz steigt bzw. ist nur dann gegeben, wenn die Anwender verstehen, warum bestimmte Sicherheitsregeln aufgestellt werden. Trainings können das Bewusstsein der IT-Anwender für die Gefahren, die sich durch die erhöhte Mobilität ergeben, stärken.

Lösungen zur Verwaltung der mobilen Infrastruktur

Jedes Unternehmen hat besondere Anforderungen, wenn es um die Verwaltung der mobilen Infrastruktur geht. Dies hängt von der unterschiedlichen Ausstattung, von spezifischen Sicherheitsanforderungen an die Systeme und vom Mobilitäts- und Informationsbedarf der Mitarbeiter ab.

Wird viel mit sensiblen Daten gearbeitet, wie etwa im Finanz- und Versicherungswesen, sind die Anforderungen an den Datenschutz besonders hoch. Vertriebsmitarbeiter dagegen haben zwar einen erhöhten Mobilitätsbedarf, dabei reicht aber häufig der Zugang zu einer begrenzten Menge an Daten und Informationen.

Lösungen zur Verwaltung der mobilen Infrastruktur unterstützen die IT mit zahlreichen Funktionen. Spezifische Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten ermöglichen es, ideal auf die Bedürfnisse des Unternehmens einzugehen.

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