Alcatel-Lucent erweitert Unified-Access-Portfolio

DPI, SDN und schnelles WLAN für den Campus

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

An vier Gigabit-PoE-Ports liefert der OS6860 bis zu 60W und damit genug Energie für Small Cells mit einer Kombination aus Mobilfunk und Wi-Fi oder HD-Überwachungskameras.
An vier Gigabit-PoE-Ports liefert der OS6860 bis zu 60W und damit genug Energie für Small Cells mit einer Kombination aus Mobilfunk und Wi-Fi oder HD-Überwachungskameras. (Bild: Phil Krahn/Alcatel-Lucent)

Alcatel-Lucent erweitert das Unified-Access-Portfolio mit dem OmniSwitch 6860 samt Deep Packet Inspection, um gemäß IEEE 802.11ac funkende Access Points sowie mit dem erweiterten OmniVista 2500 Network Management System.

Die Branche sucht nach passenden Netzwerklösungen für die Herausforderungen von Cloud-Diensten und Bring Your Own Device (BYOD). Alcatel-Lucents Enterprise-Sparte verfolgt dabei eine "Unified-Access-Strategie". Im Rahmen dieser hat der Hersteller jetzt weitere und aktualisierte Produkte vorgestellt: Vom Access Switch über schnelle WLAN-Zugangspunkte bis hin zum Managementsystem.

Wie Alcatel-Lucent betont, verfüge nun das gesamte Portfolio über Funktionen des Software-Defined Networking (SDN). Hierzu zählen REST-APIs, OpenFlow 1.0/1.3 sowie die Option, im gesamten Netzwerk OpenStack-Plug-Ins einzusetzen. Kunden könnten somit flexible Netze einrichten, die für neue Applikationen benötigt würden.

Die Lösungen im Überblick

Mit dem OmniSwitch 6860 (OS6860) präsentiert Alcatel-Lucent einen Gigabit-Access-Switch mit integrierten Analytics und programmierbaren Funktionen. Das Rechenzentrums-System tauge laut Anbieter beispielsweise als Top-of-Rack-Switch. Zu den Leistungsmerkmalen gehören:

  • Ein ASIC mit Coprozessor, der Deep Packet Inspection (DPI) mit Netzgeschwindigkeit und Richtlinien-Kontrolle an der Peripherie des Netzwerks liefert. Damit erhalte die IT-Abteilung einen besseren Überblick über eingesetzte Applikationen sowie genutzte Bandbreite und kann Richtlinien zur Priorisierung, Servicequalität und Sicherheit sofort durchsetzen.
  • Eine Vorbereitung für SDN mit Unterstützung von OpenFlow und OpenStack.
  • Vier Gigabit-PoE-Ports mit bis zu 60W „Power over Ethernet (PoE)“. Damit liefere der Switch genug Energie für Small Cells mit einer Kombination aus Mobilfunk und Wi-Fi oder HD-Überwachungskameras.
  • Ein Bluetooth-Anschluss über den sich der Switch mit "smarten Endgeräten" steuern lasse.

Mit dem Unified-Access-Ansatz macht Alcatel-Lucent alle angeboten Netzwerkdienste auf kabelgebundenen und kabellosen Netzen permanent verfügbar. Als Erweiterungen listet der Anbieter:

  • DPI-Funktionalität für bis zu 1.500 Applikationen und programmierbare Funktionen auf den OmniAccess WLAN-Controllern.
  • OmniAccess Access-Points, die Gigabit-WLANs nach IEEE 802.11ac unterstützen und verschiedene Installationsoptionen bieten, darunter Outdoor-Access-Points, Low-Cost-Access-Points und Instant-Access-Points.
  • Neue AirGroup-Dienste vom Partner Aruba Networks, die Endgeräte der Digital Living Network Alliance (DLNA) unterstützen. Damit funktionierten Screen-Sharing und Media-Streaming im Unternehmensnetz nicht nur mit Apple-Geräten, sondern auch mit Devices weiterer Hersteller. Mit AirGroup registrieren Endanwender und IT-Administratoren neue Devices und definieren, wer auf sie zugreifen darf. Studenten könnten beispielsweise Drucker, Fernseher, Spielekonsolen und andere Endgeräte registrieren und die Zugriffsrechte einrichten – auch ohne Hilfe der IT-Abteilung.

Peter Cellarius, verantwortlich für Business and Corporate Development bei Aruba Networks, kommentiert: "Die Harmonisierung der Funktionen von Aruba und Alcatel-Lucent belegt unsere enge Zusammenarbeit und die synchronisierten Strategien. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Anforderungen einer neuen Generation von mobilen Anwendern zu erfüllen und gleichzeitig die IT-Administratoren zu entlasten."

Ein weiterentwickeltes OmniVista 2500 Network Management System liefere neben verbesserten Netz-Analysen auch die Grundlage für neue Verbrauchsmodelle. Die seien insbesondere nützlich, wenn immer mehr Unternehmen cloudbasierte Services nutzen. Der neue OmniVista 2500 bietet laut Hersteller:

  • Multi-Mandantenfähigkeit und eine verteilte Architektur für höhere Ausfallsicherheit, Skalierbarkeit und künftige Cloud-Angebote.
  • Offene Nord/Süd-APIs für Interoperabilität in einer SDN-Architektur.
  • Neue webbasierte Benutzeroberfläche, mit der die IT von überall und mit jedem Endgerät (wie Tablet oder Smartphone) auf das Netzwerk-Management zugreifen kann.
  • Einheitliche Policy-Engine und ganzheitliche Übersicht über LANs und WLANs, die den IT-Betrieb vereinfachen.
  • Zentrale Netz-Analysen für LAN und WLAN, die der IT einen umfassenden Überblick über die Nutzer, Endgeräte und Applikationen im Netzwerk geben und die Anwendung angemessener Richtlinien auf die Netzwerk-Devices ermöglichen.

Weitere Erläuterungen zu Alcatel-Lucents Vorstellung von konvergenten Campus-Netzen gibt es auf der Homepage des Anbieters.

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