Investitionen in Glasfaser

Der digitale Netzausbau geht zu langsam

| Autor / Redakteur: dpa / Heidemarie Schuster

Auf ein Glasfasernetz können in Deutschland noch nicht viele Unternehmen zugreifen.
Auf ein Glasfasernetz können in Deutschland noch nicht viele Unternehmen zugreifen. (Bild: Pixabay)

Die Elektroindustrie verlangt einen schnelleren Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland. Die geplanten Investitionen von 100 Milliarden Euro bis zum Jahr 2025 seien richtig, es müsse aber schneller gehen als bisher geplant, fordert Michael Ziesemer, Präsident des ZVEI.

Deutschland liegt mit seinem Glasfasernetz in der Rangliste der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) „abgeschlagen auf Platz 30“, sagt der Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Michael Ziesemer.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) nahm die Kritik auf. Deutschland müsse in der Tat in der nächsten Legislaturperiode „einen kräftigen Schritt machen. Da sind wir einfach noch zu schlecht“, sagte die Ministerin. Beim Wandel zur Industrie 4.0 sei Deutschland gleichwohl weltweit unter den führenden Nationen: „Wir sind gut aufgestellt, um diese Umstellung zu meistern.“

Beim Übergang zur Industrie 4.0 seien außer einem schnellen Datennetz die Datensicherheit sowie die fortlaufende Ausbildung der Mitarbeiter die wichtigsten Punkte, so Ziesemer. „Roboter sollen entlasten, nicht entlassen.“ Es gebe durchaus Beispiele dafür, wie Roboter und Menschen zusammenarbeiten. Daten müssen nach den Worten von Ziesemer einerseits individuell geschützt werden, zugleich dürften sie in anonymer Form nicht durch ein Unternehmen monopolisiert werden.

Ziesemer forderte die Bundesregierung auf, möglichst noch vor der Bundestagswahl im September die steuerliche Förderung der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung zu beschließen. Zypries entgegnete, ihr Haus bemühe sich darum, möglicherweise werde das Vorhaben aber erst in der nächsten Wahlperiode verwirklicht. Das Modell von Zypries sieht vor, dass Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern zehn Prozent der Personalkosten in Forschung und Entwicklung von den monatlichen Lohnsteuerkosten abziehen können. Der ZVEI wünscht sich diese Steuerentlastung auch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten.

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