Marktstart bei laufender Kontroverse um Datenschutz

Das letzte seiner Art: Windows 10

| Autor / Redakteur: Dr. Stefan Riedl und Klaus Länger / Andreas Donner

Das letzte seiner Art: Windows 10 soll immer weiter upgedatet werden.
Das letzte seiner Art: Windows 10 soll immer weiter upgedatet werden. (Bild: Microsoft)

Ein Windows 11 wird es nicht geben, denn Microsoft setzt auf kontinuierliche Updates des neuen Betriebssystems. Daher muss „dieser Schuss“ sitzen. Zwar werden Datenschutzfragen auch bei Windows 10 teilweise zu Recht kontrovers diskutiert, aber insgesamt ist dem Software-Konzern ein guter Start für das „finale“ Windows gelungen.

Am 29. Juli wurde das letzte Betriebssystem aus dem Hause Microsoft weltweit gelauncht. Ein Windows 11 wird es nach aktuellen Planungen nicht geben. Vielmehr setzt der Software-Konzern auf kontinuierliche Updates dieses Betriebssystems.

Windows 10 ist für Windows-7- und 8.1-Nutzer innerhalb eines Jahres als kostenloses Upgrade erhältlich. Damit das funktioniert, sollte auf dem Win7-Rechner das Service Pack 1 installiert sein und die Funktion für automatische Updates aktiviert sein.

Die Vorbereitung wird automatisch eingespielt und kann per Klick auf ein Icon auf der Task-Leiste angestoßen werden. Das gilt für die Home- und die Pro-Version, und es ist dabei unerheblich, ob es sich um eine mit dem Rechner erworbene OEM-Version, eine Einzelhandels- oder eine Systembuilder-Version handelt.

Die Enterprise-Version

„Windows 10 Enterprise“ hingegen ist nur im Rahmen von Volumenlizenzen erhältlich. Ein Gratis-Upgrade ist im Volumenlizenz-Bereich nicht vorgesehen. Seit 2. August gibt es allerdings eine 90-Tage-Testversion der Enterprise-Edition.

Die Hardware-Anforderungen orientieren sich bei Windows 10 an den Mindest-Anforderungen von Windows 7 und 8. Aus diesem Grund müssen Unternehmen in der Regel keine neue Hardware anschaffen – lediglich auf aktuelle Software Updates von Geräteherstellern achten.

So gesehen wird es jetzt so etwas wie einen „XP-Effekt“, also verstärkte Hardware-Verkäufe durch einen Wechsel des Betriebssystems, nur in geringerem Umfang geben.

„Eine Art private Abhörzentrale“

Herbe Kritik erfährt Windows 10 derzeit von einigen Daten- und Verbraucherschützern. So erklärt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, dass das neue Microsoft-Betriebssystem den PC in eine „Art private Abhöranlage“ verwandle. Inwieweit diese Sorgen berechtigt sind, dürfte noch für viel Gesprächsstoff sorgen.

Ergänzendes zum Thema
 
Windows 10 und Verbesserungen in Sachen Sicherheit

Die Diskussion wird vor dem Hintergrund geführt, dass es im neuen Windows zahlreiche Schalter gibt, mit denen man einstellen kann, welche Daten an Microsoft übertragen werden. Kritik muss man sich in Redmond beispielsweise für die Tatsache gefallen lassen, dass die meisten dieser Schalter bei einer Express-Installation aktiviert sind, darunter auch die Werbe-ID, die interessenbezogene Werbung ermöglichen soll. Prinzipiell können aber derlei Schalter auf „Aus“ gestellt, Windows mit einem lokalen Konto genutzt und auch alle Cloud-Dienste ignoriert werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu der Kritik an Windows 10.

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