Unified Communication Service

Chime von AWS macht Cisco und Microsoft Konkurrenz

| Autor / Redakteur: Sylvia Lösel / Andreas Donner

AWS will den UC-Markt aufrollen.
AWS will den UC-Markt aufrollen. (Bild: ©contrastwerkstatt - Fotolia.com)

Amazon Web Services (AWS) hat einen neuen Unified-Communication-Service namens Chime vorgestellt, mit dem Video- und Audio-Konferenzen ermöglicht werden. Das Angebot könnte Konkurrenten unter Druck setzen.

Amazon drängt mit seinem neuen UC-Dienst Chime in die Geschäftswelt und könnte Anbietern wie Cisco und Microsoft Konkurrenz machen. Chime ermöglicht Video- und Audio-Konferenzen mit „einem Klick“. Der Dienst soll auf Desktops sowie auf iOS- und Android-Geräten laufen. Ein nahtloser Übergang von Gerät zu Gerät während eines Meetings soll außerdem möglich sein. Amazon verspricht eine ruckelfreie Videoübertragung und Teilen von Bildschirminhalten, sowie hohe Qualität bei der Audio- und Chatfunktion. Chime kann in vorhandene Unternehmensstrukturen eingebunden werden. Außerdem ist kein Vorab-Investment nötig. Die Anwender laden sich die App herunter und können loslegen.

Weitere Features:

  • Geräusch-Unterdrückung, hohe Audio- und HD-Video-Qualität, geräteübergreifend, läuft auch auf Videokonferenzsystemen, für die keine Upgrades benötigt werden
  • Einwählen mit nur einem Klick und ohne umständliche Zifferneingabe
  • Anzeige aller Teilnehmer, sowie immer aktuelle Anzeige des Sprechers
  • Arbeitet auf iOS-, Android, Windows- und Mac-Plattformen
  • Schneller Zugriff auf Bildschirminhalte, ohne Wechsel der Applikation

Der UC-Dienst soll in den USA im zweiten Quartal dieses Jahres zur Verfügung stehen. Dort arbeitet Amazon mit Providern wie Level 3 und Vonage zusammen, die Chime in ihre Lösungen und Geschäftskunden-Angebote einbinden.

Chime wird es in drei Versionen geben. Die Basic Edition ist kostenfrei und ermöglicht die Teilnahme an Meetings, Voice- und Video-Anrufe, Messaging und Chats. Die Plus-Edition bietet zudem User-Management-Funktionen. So können hier beispielsweise Konten gesperrt und das Active Directory konfiguriert werden. In den USA verlangt Amazon dafür 2,50 Dollar pro Anwender pro Monat. Die Pro-Edition ermöglicht darüber hinaus das Teilen von Bildschirminhalten, sowie Video für bis zu 100 Teilnehmer und beinhaltet Support-Leistungen. Die Pro-Edition soll 15 Euro pro Anwender pro Monat kosten. Informationen, wann und ob der Dienst in Deutschland verfügbar sein wird, gibt es bislang noch nicht.

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