Studie weist auf oft fehlende Unternehmensrichtlinien hin

BYOD ist in Unternehmen angekommen

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Private Smartphones kommen laut Cisco-IBSG-Horizons-Studie immer häufiger auch am Arbeitsplatz zum Einsatz.
Private Smartphones kommen laut Cisco-IBSG-Horizons-Studie immer häufiger auch am Arbeitsplatz zum Einsatz. (Cisco)

42 Prozent aller Arbeitnehmer nutzen ihre privaten Endgeräte am Arbeitsplatz. Dies ist das Ergebnis einer Cisco-IBSG-Horizons-Studie zu den weltweiten BYOD-Trends, die den Begriff „im Büro zu sein“ für Mitarbeiter neu definieren.

Die Cisco-Studie hat die Verbreitung von BYOD (Bring Your Own Device) in Unternehmen und den Umgang in IT-Abteilungen mit den neuen Geräten hinsichtlich Support, Netzwerkzugriff und Sicherheit untersucht. Danach ermöglichen 89 Prozent aller IT-Abteilungen BYOD in irgendeiner Form, 69 Prozent aller IT-Entscheider empfinden BYOD als positiv.

Im Rahmen der Umfrage wurden im ersten Halbjahr 2012 fast 4.900 IT-Entscheider in den Ländern Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Mexiko, Russland, Großbritannien und USA aus unterschiedlichen Branchen befragt.

Höhere Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit

Wie die Cisco-Studie herausgefunden hat, gilt BYOD mittlerweile als globales Phänomen, denn Arbeitnehmer nutzen überall auf der Welt ihre eigenen Geräte am Arbeitsplatz. Unternehmen profitieren dabei von einer erhöhten Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit sowie geringeren Kosten. Dank BYOD wählen Arbeitnehmer ihre Geräte und Anwendungen selbst aus und verknüpfen ihr privates mit ihrem beruflichen Leben.

Die Umfrage zeigt, dass die Anzahl der mobilen Geräte je Arbeitnehmer bis zum Jahr 2014 weiter ansteigen wird – und zwar in allen von der Umfrage untersuchten Ländern. Hat in diesem Jahr im Durchschnitt in Deutschland jeder Arbeitnehmer 1,8 verbundene Geräte, werden es 2014 durchschnittlich schon 2,2 sein. Somit steigen auch die Investitionen in diesem Bereich: Der Anteil für Mobility-Ausgaben wird in Deutschland von 15 Prozent im Jahr 2012 auf 17 Prozent im Jahr 2014 steigen. Weltweit gesehen wird der Anstieg sogar noch größer sein: von 18 Prozent im Jahr 2012 auf 23 Prozent im Jahr 2014.

Fehlende Unternehmensrichtlinien

Die größten Bedenken der Befragten im Bereich BYOD gelten der Erfüllung der Sicherheitsanforderungen. Diese sind in Russland (38 Prozent), China (36 Prozent) und Frankreich (33 Prozent) besonders hoch. In Deutschland haben 25 Prozent aller befragten IT-Entscheider Sicherheitsbedenken. Unternehmen müssen darauf mit verbesserten Richtlinien für mobile Geräte und Strategien zur Kostensenkung reagieren.

Sowohl für große als auch für mittelständische Unternehmen gibt es in diesem Bereich noch eine Menge zu tun. Die Cisco-Studie zeigt, dass nur 50 Prozent der großen Firmen und 41 Prozent des Mittelstands Richtlinien für einen Netzwerkzugriff der Arbeitnehmer mit ihren mobilen Geräten in ihrem Unternehmen verankert haben. In weniger als der Hälfte (47 Prozent) aller Firmen gibt es Vorschriften für die Übertragung von Unternehmensdaten.

Grundvoraussetzung von BYOD erfüllen

Damit Unternehmen die Anforderungen erfüllen können, die sich aus dem BYOD-Trend ergeben, bietet Cisco auf Basis der Borderless-Network-Architektur einen ganzheitlichen Ansatz, der über die schlichte Integration von privaten Endgeräten in die Unternehmensinfrastruktur hinausgeht. Dazu gehört eine einheitliche Policy über drahtgebundene und drahtlose Netzwerke, Mobilfunknetze und VPNs mittels der Cisco Identity Services Engine (ISE). Diese soll Unternehmen dabei unterstützen, die Einhaltung von Vorschriften durchzusetzen, die Sicherheit der Infrastruktur zu optimieren, den betrieblichen Ablauf bei Services zu rationalisieren und Regeln bei Mobile-Device-Management-Lösungen zu integrieren.

Qualität von Collaboration-Anwendungen erhöhen

Cisco Unified Wireless Network Software 7.2 ermöglicht Updates der kabellosen LAN-Infrastruktur. Dadurch soll sich die Skalierbarkeit von Videos für Multicast-Videos verdoppeln. Zudem könnten bis zu 30.000 Geräte über einen Controller gesteuert werden. Diese Updates sollen dabei helfen, die Qualität von Collaboration-Anwendungen wie Cisco Jabber und Cisco Webex durch Echtzeitvideo über Cisco-Netzwerke zu erhöhen. Ein vereinfachtes Betriebs- und Netzwerkmanagement sei durch die Einführung des Prime Assurance Manager und von Prime Infrastructure möglich.

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