Gastkommentar von Oliver Kluenter, Matrix42

9 Gründe, warum Mobilitätsinitiativen scheitern…

| Autor / Redakteur: Oliver Kluenter / Andreas Donner

Mobility ist in aller Munde und aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Dennoch scheitern viele Mobilisierungsprojekte.
Mobility ist in aller Munde und aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Dennoch scheitern viele Mobilisierungsprojekte. (Bild: CC0 - Pixabay - FirmBee - macbook [gemeinfrei] / CC0)

…und wie es gelingt, mobiles Arbeiten erfolgreich im Unternehmen einzuführen. Eine Analyse und Bestandsaufnahme in Sachen Problempunkt Enterprise Mobility; und sechs Ansatzpunkte, wie aus Ihrem Mobility-Projekt doch noch etwas werden kann.

Da mobile Endgeräte in Unternehmen immer mehr genutzt werden, wurden erste Generationen von Enterprise-Mobility-Management-Lösungen (EMM) eingeführt, um die zahlreichen Sicherheitsaspekte der mobilen Geräte zu adressieren. Während viele Lösungen bei der Absicherung von Endgeräten und Daten erfolgreich waren, sind viele Mobilitätsinitiativen in Unternehmen gescheitert. Die vornehmlichen Gründe dafür sind:

  • 1. Endbenutzer möchten keine unbekannten Software-Container-Lösungen von Drittherstellern für E-Mail, Kalender oder Kontakte nutzen
  • 2. Endanwender möchten nicht ihre Privatsphäre für die Einhaltung von Compliance-Vorgaben opfern
  • 3. Geschäftsbereiche wollen nicht warten
  • 4. IT-Infrastruktur-Teams mussten getrennte Einzellösungen implementieren und managen
  • 5. Lösungs- und Sicherheits-Architekten mussten komplexe Lösungsdesigns akzeptieren
  • 6. IT-Support-Teams waren überfordert, und dies führte zu Zeitverzögerungen
  • 7. CIOs sind risikoscheu und gehen konservativ vor, um die Kontrolle zu behalten
  • 8. CFOs konnten keine sinnvolle Rendite für ihre Investition erkennen
  • 9. CEOs unterschätzten die störenden Einflüsse, die Mobilität auf eine Organisation ausüben kann

Mobiles Arbeiten erfolgreich im Unternehmen einführen

Mobilität ist kein eigenständiges Technologiethema. Es muss als Teil eines umfassenden, unternehmensweiten Transformationsprojekts verstanden werden, und das Geschäftsmodell einer Neubewertung unterziehen. Womit also anfangen?

1. Verstehen, wer der Kunde ist

Eine erfolgreiche Mobilitätsstrategie erkennt, dass es zwei Arten von Kunden gibt – den Endbenutzer und den CIO – und stellt den Kunden in den Mittelpunkt und bietet eine Rundum-Lösung.

2. Klarheit darüber schaffen, wie der Erfolg aussieht

Um erfolgreich sein zu können, müssen Unternehmen eine anwenderorientierte Lösung aufbauen, mit der sie eine kontextsensitive, an der Benutzerfreundlichkeit geschäftlicher und privater Endgeräte orientierte Umgebung bereitstellen. Diese ist einfach, reaktionsschnell und agil für Endanwender zu nutzen, so wie sie einfach, sicher und skalierbar für die IT ist.

3. Die Umgebung einfach gestalten

Einfachheit ist der Schlüssel für die Annahme und Akzeptanz durch Endbenutzer. Endbenutzer erwarten von ihrem Unternehmen die gleiche einfache, schnelle und intuitive Bedienungsumgebung, die sie von ihren privaten Endgeräten kennen.

4. Die Umgebung skalierbar gestalten

Damit eine Mobilitätsinitiative wirklich skalierbar ist, muss sie sowohl für die IT-Infrastruktur wie für den Endanwender skalierbar sein.

5. Die Umgebung sicher gestalten

Die Sicherheit darf nicht beeinträchtigt werden, um die Anforderungen von Einfachheit und Skalierbarkeit zu erfüllen. EMM-Lösungen der nächsten Generation, wie etwa Silverback by Matrix42, gewährleisten, dass alle drei Faktoren zusammenspielen, um eine erfolgreiche Mobilitätslösung bereitzustellen. Aber Sicherheit ist nicht die einzige Sorge von CIOs. Ebenso wichtig sind die Sicherheitsbelange der Endbenutzer in einer Gerätewelt, wo sich berufliches und privates unweigerlich vermischt. Das Recht der Endbenutzer auf ihre Privatsphäre und die Sicherheit der persönlichen Daten muss respektiert werden, und diese werden ihrerseits die Sicherheit von Unternehmensdaten und Netzwerk respektieren.

6. Alle Beteiligten mit einbeziehen und Mitarbeiter, Prozesse und Plattformen berücksichtigen

Um das Potenzial des mobilen Arbeitens nutzen zu können, müssen Unternehmen anders denken und Mobilität als Chance für das Business und nicht nur als technisches Problem verstehen. Dies bedeutet, dass die Überprüfung bestehender Geschäftsprozesse auf der ganzen Linie mit allen Beteiligten erfolgen muss.

Oliver Kluenter
Oliver Kluenter (Bild: Matrix42)

Über den Autor

Oliver Kluenter ist Product Manager Mobile bei Matrix42. Er ist für die Themen Mobility-Strategie und für die Matrix42 Mobile Lösungen verantwortlich. Kluenter hat langjährige Erfahrung hinsichtlich der Implementierung von Mobility-Projekten und Strategien. Zwischen 1993 und 2007 war er in der technischen Vertriebsunterstützung und im Consulting in den Bereichen WANs und Storage-Lösungen tätig.

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