Phase II der europäischen 5G-PPP-Initiative

5G-Netzarchitektur wird Realität

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Peter Schmitz

An 5G-MoNArch sind 14 Unternehmen aus sechs europäischen Ländern beteiligt.
An 5G-MoNArch sind 14 Unternehmen aus sechs europäischen Ländern beteiligt. (Bild: 5G-MoNArch Project)

Das von Nokia geleitete Forschungsprojekt 5G-MoNArch soll Konzepte für mobile 5G-Architektur aus der Phase I der europäischen 5G-PPP-Initiative in die Praxis übertragen. Hierfür würden branchenspezifische Anwendungsfälle entwickelt und in zwei realistischen Testumgebungen erprobt.

Das Forschungsprojekt 5G-MoNArch (5G Mobile Network Architecture), ein Projekt aus der Phase II der 5G Infrastructure Public Private Partnership (5G PPP) innerhalb des Horizon 2020 Framework Programme der Europäischen Union, habe zum Ziel, die Netzarchitektur der fünften Mobilfunkgeneration in der Praxis zu erproben. Das von Nokia koordinierte Projektkonsortium aus 14 Partnern aus Industrie und Wissenschaft konzentriere sich auf Anwendungsszenarien für 5G in realen Testumgebungen.

5G-MoNArch nutze mit Network Slicing eine auf Software-Defined Networking (SDN), Network Functions Virtualisation (NFV), Orchestrierung und Netzanalysen basierende Technologie, um verschiedene Anwendungsfälle in Branchen wie Automobilindustrie, Medizin und Medien zu testen. Beim Network Slicing werde ein Netz logisch (nicht physisch) unterteilt, sodass verschiedene Dienste durch ein jeweils „separates“ logisches Netz unterstützt würden. Da 5G-Netze verschiedene Dienste mit unterschiedlichen Anforderungen gleichzeitig unterstützen sollen, sei Network Slicing ein entscheidender Aspekt der Netzarchitektur. Die Netze würden dadurch ausreichend flexibel und anpassungsfähig, um alle Anforderungen an 5G zu erfüllen.

An 5G-MoNArch seien 14 Unternehmen aus sechs europäischen Ländern beteiligt. Das Nachfolgeprojekt von 5G-NORMA habe eine Laufzeit von zwei Jahren und sei mit einem Gesamtbudget von 7,7 Mio. Euro ausgestattet. Es soll die ursprünglichen Architekturkonzepte der ersten Phase mit Innovationen, z.B. cloudfähigen Netzprotokollen, ergänzen und 5G in zwei Testumgebungen zeigen. Die flexible und programmierbare Netzarchitektur soll unterschiedliche Dienste, Anwendungsfälle und Anwendungen unterstützen, die durch 5G in den nächsten Jahren entstehen werden.

Die Hauptziele von 5G-MoNArch seien

  • eine ausführliche Spezifikation und Erweiterung der 5G-Architektur;
  • verbesserte Architekturkonzepte durch Innovationen wie Inter-Slice Control und domänenübergreifendes Management, Modellierung und Optimierung aufgrund der experimentellen Ergebnisse und native cloudfähige Protokoll-Stacks;
  • das Entwickeln neuer Funktionen wie Verlässlichkeit, Sicherheit und Ressourcenelastizität für Schlüsseltechnologien, die für spezielle 5G-Anwendungen notwendig sind;
  • die experimentelle Umsetzung der Architektur für zwei Anwendungsfälle in realen Testumgebungen: Der erste Anwendungsfall sei ein hohes Kommunikationsaufkommen in einer Touristenmetropole, der zweite Anwendungsfall die sichere und zuverlässige Kommunikation in einem Hafen;
  • die Analyse, Bewertung und Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Architektur.

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