Datacenter Federation

5 Faktoren für den RZ-Verbund im Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Eugen Gebhard / Ulrike Ostler

Das Internet der Dinge setzt die Kommunikation von Maschinen, Sensoren und IT-Services voraus. Rechenzentren müssen die Compute-, Storage und Connectivity-Ressourcen zuverlässig und zugleich flexibel bereitstellen. Das funktioniert nur über ein Datacenter Interconnect.
Das Internet der Dinge setzt die Kommunikation von Maschinen, Sensoren und IT-Services voraus. Rechenzentren müssen die Compute-, Storage und Connectivity-Ressourcen zuverlässig und zugleich flexibel bereitstellen. Das funktioniert nur über ein Datacenter Interconnect. (Bild: © 123dartist - Fotolia)

2. Anforderungen an die Rechenleistung

Um aus den enormen Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, sind aufwendige Analysen erforderlich. Die IoT-Daten fließen in die Rechenzentren, wo sie von verschiedenen Systemen zusammen mit anderen Daten analysiert werden.

Aus dieser Verarbeitung entstehen nutzbare Informationen. Zum Beispiel weiß dann eine Verkehrszentrale, wie viele Fahrzeuge auf den Straßen sind. Verteilte Computing- und Storage-Fähigkeiten benötigen jedoch eine zuverlässige Netzwerkkonnektivität, um die von Sensoren generierten Datenmengen zu durchforsten und sinnvolle Ergebnisse daraus zu gewinnen.

Allerdings können sich Netzlatenzzeiten und -schwankungen äußerst negativ auf die Computing-Leistung auswirken. Beispielsweise kann ein Patient, der sich zuhause befindet und dessen Werte ständig aus der Ferne vom Krankenhauspersonal überwacht werden, in eine lebensbedrohliche Lage geraten, wenn wichtige Informationen nicht schnell und zuverlässig über das Netz übertragen werden. Daher benötigen Provider von Multi-Tenant-Rechenzentren hochzuverlässige Netze mit niedriger Latenzzeit, die für den IoT-Datenverkehr optimiert sind.

Der Vorteil von Multi-Tenant-Rechenzentren

Investieren Provider in den Verbund von Rechenzentren (DCF) können sie über die gesamte Infrastruktur hinweg einheitliche Service Level Agreements (SLAs) anbieten. Mithilfe von DCF lassen sich die verfügbaren Kapazitäten aller Rechenzentren von den MTDC-Providern für ihre Kunden nutzen, und nicht nur diejenigen mit der besten Anbindung an das Carrier-Netz.

Durch den Einsatz virtueller optischer Hochleistungsnetze wird die Latenzzeit zwischen Rechenzentren minimiert, und die Zugriffszeiten sind für alle Anwender gleich, unabhängig davon, in welchem Gebäude sich die physischen Systeme und Services tatsächlich befinden. Dadurch bietet DCF eine bessere Leistung und mehr Kapazität für Unternehmenskunden.

3. Anforderungen an Storage

Die Storage-Anforderungen sind exponentiell gewachsen, vor allem aufgrund der Daten von Smartphones, Uhren, Fahrzeugen und einer Vielzahl anderer Sensoren. Das macht sie aber auch schwieriger planbar.

Gleichzeitig führen Unternehmen Cloud-basierte Storage-Services ein, um sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten zu speichern. Daher werden die Daten meist nicht mehr lokal gespeichert, und die Storage-Planung gestaltet sich schwierig. Für MTDC-Provider bedeutet dies eine Verlagerung weg von zentralisierten und hin zu verteilten Storage-Kapazitäten. Auch muss entschieden werden, auf welche Weise sich die IoT-Daten am kosteneffizientesten abgreifen und nutzen lassen.

Bei der Migration zu Cloud-Storage-Systemen kann der Ort, in der die Cloud-Daten gespeichert werden, einen enormen Unterschied bezüglich der Antwortzeiten ausmachen. Werden die Cloud-Daten in einem Multi Tenant Datacenter gespeichert, dann können mithilfe von DCF niedrige Latenzzeiten und hohe Kapazitäten verwirklicht werden. Befindet sich der Speicher nicht am gleichen Standort wie die Server, dann benötigt das Unternehmen unter Umständen eine direkte optische Anbindung an den Cloud-Storage oder es ist eine Anbindung über das Internet erforderlich, was zu signifikanten Leistungsproblemen führen kann.

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