Datacenter Federation

5 Faktoren für den RZ-Verbund im Internet der Dinge

| Autor / Redakteur: Eugen Gebhard / Ulrike Ostler

Um auch in Zukunft einen reibungslosen Zugriff auf Daten zu ermöglichen, müssen sich die Netzbetreiber beziehungsweise Betreiber von Multi-Tenant Datacenter intensiver mit Datacenter Federation beschäftigen.
Um auch in Zukunft einen reibungslosen Zugriff auf Daten zu ermöglichen, müssen sich die Netzbetreiber beziehungsweise Betreiber von Multi-Tenant Datacenter intensiver mit Datacenter Federation beschäftigen. (Bild: Ciena)

Verteilte (Edge-) Datacenter sind ein heißes Thema. Doch wie lassen sich Rechenzentren adäquat managen und verbinden? Während Konsumenten mit Video- und Musikstreams hohe Datentransfers anstoßen, muss die Bandbreite auch mit dem Industrieumfeld Schritt halten. Denn das Internet der Dinge wird den Datenfluss auf viele Terabit anschwellen lassen.

Hochverfügbar, ausfallsicher und geschützt – das sind die Grundvoraussetzungen für Unternehmensnetzwerke, um im täglichen Wettbewerb ganz vorn mitzuspielen. Sowohl Dienste für Endkonsumenten als auch Cloud-Geschäftsanwendungen erfordern immer mehr Bandbreite und Leistung. Die Service Provider müssen sich dieser Herausforderung stellen.

Laut Gartner werden bis zum Jahr 2020 bis zu 20 Milliarden „Dinge“ mit dem Internet verbunden sein. Für 2016 lautet die Prognose, dass sich die Ausgaben für Consumer-Applikationen auf 546 Milliarden Dollar belaufen werden. Beim „Internet of Things“ (IoT) für Unternehmen ist davon auszugehen, dass die Ausgaben bei 868 Milliarden Dollar liegen werden. Entsprechend muss sich der Ausbau der Netzinfrastruktur an diesen enormen Investitionen orientieren.

Viele Service Provider stellen ihre Dienste und Kapazitäten aus dem Rechenzentrum zur Verfügung. Auf die Ressourcen greifen mehrere Parteien zu. Es handelt sich dabei um Multi-Tenant Datacenter (MTDC) Umgebungen. Um auch in Zukunft Konsumenten und Business-Anwendern einen reibungslosen Zugriff auf Daten zu ermöglichen, müssen sich die Netzbetreiber jedoch intensiver mit dem Verbund von Rechenzentren (Datacenter Federation, DCF) beschäftigen.

1. Gemeinsam stärker: Data Center Interconnect

Video- und Musik-Streaming und Millionen von E-Commerce-Transaktionen waren erst der Anfang. Die kommenden Applikationen des IoT werden noch weitere Terabits an Informationen generieren und damit den Datenverkehr noch einmal kräftig anschwellen lassen. Um diese Herausforderung zu meistern, müssen Provider in der Lage sein, Rechenzentren effizient zu verknüpfen und zu steuern.

Nur so lassen sich in Zukunft die nötigen Bandbreiten erreichen, um die Daten von unzähligen Maschinen und Sensoren durch das Netzwerk zu übertragen und schnell auszuwerten. In einer Studie von Crisp Research gaben 68 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, dass sie die Rechenzentrumsinfrastruktur für den wichtigsten Baustein ihrer digitalen Transformation erachten.

Vorreiter ist die Automobilbranche

Die Automobilbranche ist beispielhaft dafür, mit welcher Dynamik sich das IoT entwickelt. Die Bordelektronik vieler Fahrzeuge ist bereits stark mit der digitalen Außenwelt vernetzt. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um „Hotspots auf Rädern“. Ihre Onboard-Systeme empfangen und analysieren ständig Daten und informieren über unterschiedliche Probleme, von defekten Scheinwerfern bis zu niedrigem Reifendruck.

Gleichzeitig können Mitfahrer über Touch-Konsolen im Internet surfen und Streaming- oder Navigationsdienste nutzen. Schon heute ist abzusehen, dass selbstfahrende Autos bald Serienreife erlangen. Die Daten über Ort und Geschwindigkeit all dieser autonomen Fahrzeuge müssen dann in Echtzeit an Kontrollsysteme in den Rechenzentren übertragen werden, um Kollisionen zu vermeiden und die Autos orten zu können.

Aufgrund der Weiterentwicklung bei der kohärenten Optik ist es heute möglich, Datenraten von 100 Gigabit pro Sekunde und höher über nahezu beliebige Distanzen zu übertragen. Damit wird die Leistung für Datacenter Interconnect (DCI) erheblich gesteigert.

Riskante Latenzen

Tatsächlich könnten Verzögerungen bei der Echtzeitverarbeitung in manchen Situationen zu Katastrophen führen. Beispielsweise müssen Energieversorger und Finanzdienstleister ständig wichtige Informationen und Transaktionsdaten in Echtzeit überwachen, damit Umspannwerke sicher arbeiten können und sich alle finanziellen Transaktionen zuverlässig durchführen lassen.

Im Bereich DCI bietet in Deutschland beispielsweise QSC seinen Kunden Zugang zu individuellen Angeboten für die Managed Cloud und Infrastructure-as-a-Service. Die Technik läuft auf der „Waveserver Datacenter-Interconnect“-Plattform von Ciena und wurde mit Kapsch Carrier Solutions umgesetzt. QSC stellt die Dienste über seine TÜV-geprüften und ISO-zertifizierten deutschen Rechenzentren bereit.

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